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Als Freelancer allein zu Haus? Vernetzungsmöglichkeiten für Solo-Selbstständige

03.03.2021
David Göhler – Freiberuflicher Autor
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Wer als Freiberufler:in oder Freelancer:in sein Geld verdient, hat nicht automatisch Gleichgesinnte um sich, um sich täglich auszutauschen. Doch gerade das ist besonders wichtig, weil Unternehmen externe Profis unter anderem auch deswegen einsetzen, weil diese eine Außenansicht, frische Ideen und häufig neue Lösungsansätze mitbringen. Das gehört quasi zum erwarteten Know-how. Die besten Ideen kommen einem aber im Austausch mit anderen. Und das ist in Corona-Zeiten (und wahrscheinlich auch danach) nicht mehr so einfach. 

Freelancer-Meetups – jetzt online networken

Zum Frühstück mit Gleichgesinnten treffen oder abends eine Runde mit anderen Freelancern drehen. Das war in der Vergangenheit ein einfacher und effektiver Weg, neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und nebenbei den Magen zu füllen. 

Bei Meetup.com funktioniert das nach wie vor, nur dass die Treffen aktuell alle online stattfinden und man sein Essen und Bier selbst beisteuern muss. Über Videoplattformen wie Zoom oder MS Teams gibt es die Möglichkeit, sich in zwanglos virtuell zu treffen und auszutauschen. Aktuell werden Break-Out-Rooms in Video-Konferenz-Tools immer beliebter, in die sich kleinere Gruppen zurückziehen können. Das gibt einem mehr das Gefühl, sich mal mit dieser oder jener Gruppe unterhalten zu können.

Da jetzt alle Meetups online stattfinden, ist die Auswahl der Treffen, an denen man teilnehmen kann, sogar enorm gestiegen, weil man nicht mehr physisch als Person hinfahren muss. Wer den Austausch zu speziellen Themen wie bestimmten Programmiersprachen oder Projektmethoden sucht, findet über die Suche schnell Events mit anderen Freelancern. 

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Besonders hip: Clubhouse

Aktuell ist Clubhouse die absolut hippe Plattform, um sich schnell mit anderen zu vernetzen. Es ist eine Social-Media-App für reine Audio-Konferenzen, die wie eine Podiumsdiskussion funktioniert. Hier kann jeder eigene Clubräume zu einem beliebigen Thema einrichten. Reden kann nur, wer auf der “Bühne” ist. Die Moderatoren auf dem Podium können auch Personen aus dem Publikum zu Wort kommen lassen. Über die „Follow“-Funktion kann man sehr schnell interessante Diskussionen finden, aber auch eigene Events mit Leben füllen.

Aktuell gibt es Clubhouse nur fürs iPhone und nur auf Einladung. Allerdings ist es schon so breit vertreten, dass man schnell jemanden findet, der einen einlädt. Sonst einfach mal in diesem Discord-Forum probieren, hier kann man Invites bekommen und zurückgeben. Eine Android-Version soll in Kürze erscheinen.

Xing-, LinkedIn- und Facebook-Gruppen

Soziale Netzwerke sind natürlich ideal, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wer es vor allem auf Deutsch versuchen möchte, findet auf Facebook zahlreiche Gruppen zum Thema Freelancing, Digitale Nomaden, teilweise auch gezielt nur für Frauen wie Lili Koissers Die NETTE Support-Gruppe für erfolgreiche Freiberufler*innen (mit knapp 5.000 Mitgliedern). Gut 8.400 Mitglieder hat die Gruppe Freelancer Kooperationen & Austausch. Die Facebook-Communitys sind teilweise sehr aktiv und posten etliche Beiträge pro Tag. Wer nur auf Jobsuche ist, findet hier auch zahlreiche Kanäle. 

Xing hat zwar auch sehr große Gruppen für Freelancer, so etwa Freelance (mit 28.000 Mitgliedern) oder auch den Freiberufler-Projektmarkt (165.000 Mitglieder mit IT-Schwerpunkt), aber hier geht es mehr um Projektvermittlung und Jobsuche, als um den informellen Austausch. Ähnlich verhält es sich auf LinkedIn, hier gehören die Gruppen Freiberufler Projektmarkt (rund 13.500 Mitglieder) und Freelancer DACH (ca. 5.100 Mitglieder) zu den Größen. Wer will, kann sich auf LinkedIn auch international austauschen. 

Sinnvoller ist es, auf Xing und LinkedIn Menschen zu folgen, die ähnliche Interessen haben und über Themen posten, die einen selbst interessieren. In deren Feeds stößt man dann häufig auf interessante Online-Konferenzen, über die man sich dann vernetzen kann. 

Co-Working-Spaces aktiv nutzen

Abseits der Pandemie sind natürlich Co-Working-Spaces eine sehr gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. In vielen solcher Gemeinschaftsbüros gibt es Pinnwände mit Angeboten und Kontakt-Anfragen, diverse Abendveranstaltungen, Diskussionsrunden und Get-Together-Events und natürlich reichlich Gelegenheiten, ungezwungen in den Lunch-Bereichen mit anderen ins Gespräch zu kommen. 

Co-Working-Spaces lassen sich oft auf Tagesbasis buchen, manche bieten auch Rabatte für 10er-Karten oder ähnliches an. So kann man mehrere Co-Working-Spaces ausprobieren und dabei viele Kontakte knüpfen und sich mit anderen austauschen. 

Gibt es mehrere Co-Working-Spaces in der Stadt, lohnt sich eventuell auch die Recherche im Vorfeld, wo sich vor allem Kolleg:innen aus der eigenen Branche treffen. Damit hat man von Anfang an eine bessere Chance, auf Gleichgesinnte zu stoßen. 

Konferenzen, Messen und Startup-Wettbewerbe besuchen

In Corona-Zeiten ist es aktuell schwierig, bei Messen und Konferenzen Kontakte zu knüpfen, weil diese nur online stattfinden. Sollte sich die Lage aber entspannt haben, sind auch diese Events eine gute Möglichkeit sich zu vernetzen. Viele Messen haben Panels und Vorträge, die kostenlos sind und bei denen sich zu spannenden Themen Freelancer einfinden. Auch die zahlreichen Abendveranstaltungen bei Großveranstaltungen sind eine gute Gelegenheit, mit anderen ins Gespräch zu kommen. 

Ebenfalls interessant sind Veranstaltungen von Startup-Wettbewerben, wie sie verschiedene Großstädte regelmäßig veranstalten. Dort stellen 30 bis 50 Unternehmen ihre Ideen vor. An den Ständen trifft man nicht selten direkt Entwickler und andere Freelancer, die selbst auf der Suche nach Kunden sind. 

Außerdem gibt es vielfach lokale Stammtische für selbstständige Expert:innen. Um diese zu finden, reicht die Eingabe einer Wortkombination wie „Stammtisch Freelancer <Ortsname>“ in einer Suchmaschine. 

Selbst aktiv werden

Selbstverständlich muss man nicht nur nutzen, was andere anbieten. Sie können auch selbst aktiv werden. Möglichkeiten dafür gibt es genug:

  • Schreiben Sie regelmäßig Beiträge auf Xing, LinkedIn und Facebook, gerne auch mit provokanten Thesen oder ungewöhnlichen Ansätzen, über die sich Diskussionen entwickeln können. 
  • Bieten Sie selbst Webinare an und erstellen Sie Youtube-Beiträge, die für Menschen in der gleichen Situation interessant sind. 
  • Gründen Sie eine Meetup-Gruppe oder einen Raum in Clubhouse. Gerade Clubhouse führt aktuell schnell zu einer großen Zahl an Zuhörer:innen durch das intelligente Follower-Konzept.
  • Diskutieren Sie bei interessanten Beiträgen auf verschiedenen Plattformen aktiv mit. Relativ schnell können darüber Kontakte mit anderen entstehen. 

Alleingelassen beim Thema Administration?

Wenn es nicht nur darum geht, sich inhaltlich auszutauschen, sondern auch eine Entlastung und Hilfe bei administrativen Dingen wie Rechnungswesen, Buchhaltung und Krankenversicherung zu suchen, könnte sich auch eine Genossenschaft wie SmartDE eG anschauen, die für Mitglieder als Arbeitgeber auftritt und auch die Rechnungen an die Kunden stellt. Damit kann man sich als Freelancer ganz auf seine Arbeit konzentrieren und wird von Profis unterstützt, die sich um den lästigen Dinge der Selbstständigkeit kümmern. Auf Freelancer-Portalen wie GULP finden Sie Unterstützung bei der Projektakquise, Abrechnung und vieles mehr.

Fazit

Auch in Corona-Zeiten gibt es einige Möglichkeiten, nicht zu vereinsamen und den Austausch mit anderen Freelancern und Kreativen zu pflegen und auszubauen. Haben Sie noch weitere Tipps, wie Sie den Kontakt mit Ihren Kollegen hochhalten? Dann schreiben Sie es als Kommentar unter diesen Beitrag. 
 

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