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Klassisch Ade – Methoden Wasserfall und Co verlaufen sich

Nach 2013: GULP wiederholte Umfrage zu Projektmanagementmethoden

30.06.2015
GULP Redaktion - Bernhard Krebs
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Die einen orientieren sich strikt an klar formulierten Zielen, die anderen setzen auf maximale Flexibilität: Entweder klassische oder agile Projetmanagementmethode, das ist die Frage. Die Antwort? Nicht selten ein „sowohl als auch“. Nachdem GULP bereits 2013 von den Nutzern der Knowledge Base wissen wollte, wohin die Projektmanagement-Reise geht, haben wir die damals sehr beliebte Umfrage ein zweites Mal aufgelegt. Die spannende Frage dahinter: Hatten unsere Umfrageteilnehmer vor zwei Jahren Recht oder haben sich ihre Zukunftsprognosen zu Wasserfall und Co. als R(h)einfall entpuppt?

An der aktuellen Umfrage teilgenommen haben 114 IT-/Engineering-Experten, von denen weit über die Hälfte Freelancer sind. Weitere 35 Prozent verdienen ihr Geld als selbstständige Projektmanager bzw. -leiter, der Rest geht diesen Aufgaben in angestellter Position nach.

Agil und hybrid auf dem Vormarsch

Agiles Projektmanagement vor hybriden Modellen vor klassischen Methoden, so sieht laut Umfrage die Reihenfolge der eingesetzten Projektmanagement-Methoden im Jahre 2015 aus. Vor 24 Monaten lag noch „klassisch“ (26 %) an der Spitze, gefolgt von „agil“ (25 %) und „hybrid“ (22 %), was aber auch heißt: Alle drei Methoden haben – sehr unterschiedlich jedoch – zugelegt, da offensichtlich 2013 generell viele Unternehmen Projektmanagement-Methoden noch nicht (10 %) bzw. nicht identifizierbar (17 %) auf dem Schirm hatten.

Ohne Zweifel: Methodisches Projektmanagement ist mittlerweile in den meisten Unternehmen angekommen und wird dort ganz bewusst eingesetzt.

Agiles Projektmanagement punktet bei Teamwork und Qualität

Wie schon 2013 sehen die selbstständigen und angestellten IT-/Engineering-Experten in den meisten Punkten bei agilen Methoden deutliche Vorteile gegenüber klassischen Alternativen. Gerade die Antwortverteilung bei unseren Fragen zum Team (Kommunikation und Motivation) sowie zur Qualität (Fehlererkennung und Ergebnisse) spricht vehement für agiles Projektmanagement.

Und selbst bei Budget- und Termintreue, wo vor zwei Jahren noch „klassisch“ führte, liegt die agile Methode mittlerweile vorne. Jedoch: Hier sehen jeweils die meisten Umfrage-Teilnehmer beide Alternativen als gleichwertig an.

Die Frage der Zukunft lautet nur noch: agil oder hybrid?

Wohin geht die Reise – die Meinungen nach der Zukunft der Projektmanagement-Methoden lassen drei Schlussfolgerungen zu:

1. Der bereits seit geraumer Zeit abnehmende Anteil klassischer Projektmanagement-Methoden verringert sich weiter. Die Zeiten, in denen man sich in IT-/Engineering-Projekten ausschließlich auf strikte Vorgaben verlässt, sind definitiv passé.

Einzelne, voneinander abgegrenzte Projektphasen samt standardisierter Meilensteine und vorab speziell festgelegter Änderungsprozesse entsprechen nicht mehr der Unternehmenswirklichkeit, die auf den permanenten Wandel schnell reagieren muss und im Idealfall in ihm pro-aktiv agiert.

2. Agile Projektmanagementmethoden sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Waren 2013 noch 28 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage der Meinung, dass IT-/Engineering-Projekte künftig auf diese Weise geleitet werden, sind es zwei Jahre später schon 41 Prozent.

Stellte man sich in der Vergangenheit die Frage „klassisch oder agil“, so müsste sie jetzt heißen „agil oder hybrid“?

3. Das Beste aus beiden Welten. Zwar vereinten die hybriden Modelle in unserer Abschlussfragen über 8 Prozent weniger Anhänger auf sich als 2013 (56 %), dennoch nehmen sie nach wie vor den Spitzenplatz ein.

Was nichts anderes bedeutet, als: Nach Meinung des Großteils der IT-/Engineering-Experten war nicht alles schlecht, was klassisches Projektmanagement mit sich brachte. Allerdings sind agile Methoden in den meisten Bereichen besser.

Und ganz neu erschienen: Die Marktstudie zum agilen Projekt-Management.