Marktstudie: Wie begehrt sind freiberufliche SAP FI/CO-Berater?

Die Module SAP FI und CO auf dem IT-Projektmarkt

07.11.2008
GULP Redaktion
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Wie hoch sind die Stundensätze freiberuflicher SAP FI/CO-Berater, wie stark werden sie nachgefragt und wo in Deutschland werden entsprechende Projekte angeboten? Fragen rund um den Stand der Module SAP FI und CO auf dem IT-Projektmarkt beantwortet diese von GULP im Oktober 2008 durchgeführte Marktstudie.

Der Stundensatz

Von allen in die GULP Profiledatenbank eingetragenen IT-Freiberuflern konnten im Oktober 2008 insgesamt 1.067 fachliche Kenntnisse im Bereich SAP FI/CO vorweisen. Der durchschnittliche Stundensatz dieser IT-Spezialisten betrug 87 Euro. Zum Vergleich: Der SAP-Index September 2008 zeigt, dass die Stundensatzforderungen aller bei GULP eingetragenen SAP-Selbstständigen aktuell bei 85 Euro liegen. Sowohl FI als auch CO gehören zu den fünf meistnachgefragten SAP-Modulen. Alle IT-Freiberufler in der GULP Profiledatenbank fordern übrigens durchschnittlich 72 Euro - SAP FI/CO-Berater liegen mit ihren Honorarvorstellungen somit deutliche 15 Euro über dem Mittel.

Wie sind die Stundensatzforderungen der SAP FI/CO-Berater verteilt?

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Aus der Grafik wird ersichtlich, dass sich die Stundensatzforderungen der Freiberufler mit Kenntnissen im FI/CO-Bereich überwiegend zwischen 80 und 100 Euro bewegen: 72,7 Prozent aller bei GULP eingetragenen SAP FI/CO-Berater fordern einen Stundensatz aus diesem Bereich. Die größte Gruppe (28,9 Prozent) bilden diejenigen SAP FI/CO-Experten, die bereit sind, für einen Stundensatz von 85 bis 94 Euro zu arbeiten.

Das Alter

SAP FI/CO-Berater sind weder extrem jung noch extrem alt: Die Auswertung der Profile zeigt eine klare Dominanz der Vierzigjährigen. Knapp die Hälfte von ihnen gehört der Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren an (46,5 Prozent). In demselben Bereich liegt auch das Durchschnittsalter: Der typische SAP FI/CO-Berater ist im Schnitt 46,5 Jahre alt.

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Die regionale Verteilung der Projekte

Wo finden freiberufliche IT-Experten SAP FI/CO-Projekte? Die regionale Analyse zeigt, dass IT-Selbstständige mit SAP FI/CO-Erfahrung vorwiegend im Postleitzahl-Gebiet D6 (z.B. Frankfurt am Main, Mannheim) eingesetzt werden. Über die Hälfte (51,8 Prozent) aller SAP FI/CO-Projekte werden im südlichen Teil Deutschlands durchgeführt (PLZ-Bereiche D6/Frankfurt am Main, D7/Stuttgart, D8/München und D9/Nürnberg).

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Die Nachfrage

Über 600.000 Projektanfragen wurden bisher über GULP abgewickelt. Diese Anfragen werden monatlich ausgewertet - die Ergebnisse sind ein idealer Indikator für die Nachfrage nach einer bestimmten Qualifikation auf dem IT-Projektmarkt. Wie hat sich der Markt für die Module SAP FI und CO in den letzten zwölf Monaten entwickelt?

Im folgendem Diagramm wird für jeden Monat angezeigt, welcher Anteil - bezogen auf alle angebotenen Projekte - der Qualifikation SAP FI/CO zukommt. Von Oktober 2007 (3,5 Prozent) bis September 2008 (1,8 Prozent) hat sich der Anteil der SAP FI/CO-Projekte an allen angebotenen Projekten fast halbiert, er hält sich aber seit Juli auf einem stabilen Niveau von knapp 2 Prozent. Im Schnitt wurden in den vergangenen 12 Monaten in 4.176 Projektanfragen (zu 626 angebotenen Projekten) SAP FI/CO-Spezialisten gesucht.

Zur Verdeutlichung greifen wir den letzten Monat heraus: Im September 2008 wurden über GULP insgesamt 12.431 Projektanfragen an IT-Freiberufler zugestellt, 321 davon gingen an SAP FI/CO-Berater. Zum 1. November 2008 - das heißt zum entsprechenden Zeitpunkt - verfügbar gemeldet hatten sich 260 SAP FI/CO-Berater, das ergibt 1,2 Projektanfragen je eingetragenem SAP FI/CO-Berater.

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Der Kurvenverlauf in der Grafik entspricht in etwa dem Verlauf der letzten beiden Jahre (leichter Einbruch im Winter und im Sommer, steigende Werte im Frühling und im Herbst), doch es gibt einen Unterschied: Deutlich tiefer als im Januar ist der Anteil im Verlauf der Jahre 2006 und 2007 nicht gesunken, im Jahr 2008 aber schon. Das derzeitige Niveau ist das niedrigste seit November 2005 (1,0 Prozent). Das Sinken des Anteils der Module FI und CO entspricht aber dem allgemeinen SAP-Trend: Auch der Anteil aller SAP-Projekte an den angebotenen Projekten ist von Oktober 2007 (29,3 Prozent) bis September 2008 (22,1 Prozent) um ein Viertel zurückgegangen.

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