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SAP-Freelancer: Nachfrage weiterhin sinkend

Vierter Quartalsrückblick 2014

23.01.2015
GULP Redaktion - Joachim Dreher
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Mit insgesamt 40.823 Projektanfragen, die im vierten Quartal 2014 über www.gulp.de und www.gulp.ch an IT-/Engineering-Freiberufler verschiedenster Qualifikationen verschickt wurden, hat sich das letzte Jahresviertel - trotz des traditionell starken Rückgangs an Projektanfragen im Dezember aufgrund der Festtage und des Jahreswechsels – im Gesamtjahresdurchschnitt als äußerst erfolgreich gezeigt. So konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 4,1 Prozent verzeichnet werden. Der Nachfrage-Anteil an externen SAP-Beratern erholte sich nach einem deutlichen Abfall von fast 4 Prozent im Oktober wieder auf 16,8 Prozent, Tendenz steigend. Jedoch sank die tatsächliche Zahl vermittelter SAP-Freelancer im vierten Quartal weiter auf einen Tiefstwert von 6.335. Im Vorjahr waren es noch 7.336.

SAP-Nachfrage sinkt weiter

Zum Jahresabschluss bleibt die Nachfrage im IT-Projektmarkt beständig: Mit insgesamt 40.823 Projektofferten übertrifft das vierte Quartal 2014 den Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums, in dem 39.213 Projektanfragen an externe IT-/Engineering-Fachkräfte zugestellt wurden, um 4,1 Prozent. Eine positive Bilanz, die freiberufliche SAP-Profis so nicht ziehen konnten.

Externe SAP-Berater mussten im vierten Quartal 2014 einen Nachfrage-Rückgang von minus 13,6 Prozent gegenüber Q4/2013 hinnehmen. Die Zahl der Kontakte an externe SAP-Spezialisten über www.gulp.de und www.gulp.ch schrumpfte in Summe auf 27.217 Anfragen. Im Vorjahr waren es noch 30.336, ein Rückgang von 10,3 Prozent. Immerhin wurde insgesamt in 15,8 Prozent aller über GULP angebotenen Projekte SAP-Know-how nachgefragt, womit SAP-Skills weiterhin die am stärksten nachgefragten Fähigkeiten auf dem IT-Projektmarkt sind.

SAP-Stundensätze steigen wieder

Die Honorare für SAP-Know-how sind seit Anfang 2013 stabil und haben im vergangenen Jahr lediglich eine leichte Steigerung erfahren. Forderten externe SAP-Spezialisten seit 2013 kontinuierlich einen durchschnittlichen Stundensatz von 89 Euro, beträgt dieser seit dem zweiten Halbjahr 2014 90 Euro. Damit liegt externes SAP-Know-how unter der allgemeinen Preissteigerung im Auftragsmarkt. Zum Vergleich: Die Honorarforderungen aller bei GULP eingetragenen IT-/Engineering-Freelancer stiegen in demselben Zeitraum um durchschnittlich zwei Euro.

Die Top-5-Module: Basis, FI, SD, CO und PP

Die SAP-Module, die im Dezember 2014 am häufigsten nachgefragt wurden, sind bis auf eine Ausnahme schon seit geraumer Zeit die bewährten und bekannten Spitzenreiter: Ganz oben auf dem Treppchen steht weiterhin R/3 Basis – ganze 4 Prozent aller über GULP verschickten Projektanfragen kann dieses SAP-Modul alleine für sich verbuchen. Auf den weiteren Plätzen folgen SAP FI (Finanzwesen, 1,4 Prozent), SAP SD (Vertrieb, 1,4 Prozent) und das Controlling-Modul CO (1,2 Prozent). Platz 5 nimmt neuerdings SAP Produktionsplanung und -steuerung (0,8 Prozent) ein und hat damit das SAP Business Information Warehouse auf den 6. Platz verwiesen.

Fazit

Leicht gestiegene Honorare bei weiterhin sinkender Nachfrage: SAP bleibt das Zugpferd des IT-Projektmarktes, verliert jedoch seit geraumer Zeit stetig an Boden. Trotz einer kontinuierlichen Steigerung im Hinblick auf das gesamte Marktumfeld, liegt der SAP-Anteil im Dezember - stärkster Monat des vierten Quartals 2014 - bei lediglich 16,8 Prozent. Dieser Monatswert wurde im Gesamtjahr 2013 nur zweimal leicht unterboten. Von einer anhaltenden Krise zu sprechen wäre vermutlich noch immer zu voreilig. Unterliegt der Markt doch seit jeher unterschiedlich starken Schwankungen. Doch der Wettbewerb um jedes einzelne Projekt wird bei sinkender Anzahl naturgemäß zunehmen. Wobei - um eine alte Binsenweisheit zu bemühen – Konkurrenz ja bekanntermaßen das Geschäft belebt. Und dagegen hätte wohl derzeit niemand etwas.