Umfrage-Ergebnis: Anteil der Freiberufler in Unternehmen hoch

Außerdem: Er wird noch zunehmen, sagen 27 Prozent der Selbstständigen

05.08.2010
GULP Redaktion

Freiberufler-Anteile von über 50 Prozent sind weder in Projektteams noch in IT-Abteilungen selten, ergab diese Umfrage auf www.gulp.de. Der Trend geht hin zu noch höheren Anteilen – verständlich, bei so vielen guten Argumenten für den Einsatz externer IT-Berater.

Anteil der Freiberufler in Projektteams und IT-Abteilungen

33 Prozent der IT-Freelancer gaben an, dass der Freiberufleranteil in ihrem letzten Projektteam bei über 50 Prozent lag. Auf ebenso hoch schätzen sogar 48 Prozent der Projektanbieter den Freiberufler-Anteil in den IT-Abteilungen ihrer Kunden. Die Grafiken zeigen, dass sowohl in den Projektteams als auch in den IT-Abteilungen der Unternehmen der Anteil externer Mitarbeiter hoch ist – in den IT-Abteilungen noch mehr als in Projektteams.

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Laut der Datenbank der International IT Benchmark Association (IITBA) kommt inzwischen jeder sechste Mitarbeiter innerhalb eines IT-Unternehmens von einem externen Dienstleister. "Die Auslagerung von IT-Aufgaben ist für Unternehmen oft die einzige Möglichkeit, die Anforderungen zu bewältigen", zitierte die CIO kürzlich Professor Helmut Krcmar vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Es sieht auch in der GULP Umfrage ganz danach aus.

Entwicklung der Projektteams

Der Anteil an Freiberuflern in Projektteams wird zunehmen – sagen 27 Prozent der Selbstständigen. In IT-Abteilungen auch, meinen 31 Prozent der Projektanbieter. "Andere Arbeitsformen" waren als Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung oder Kurzzeitverträge definiert. Diesen Trend sehen 13 Prozent der Selbstständigen und 17 Prozent der Projektanbieter. Das Thema ist derzeit stark in den Medien vertreten.

Wie-werden-sich-Projektteams-entwickeln
Wie-werden-sich-IT-Abteilungen-entwickeln

Egal, was derzeit prophezeit wird: Es wird wohl immer interne und externe Mitarbeiter in Unternehmen geben. Denn die unterschiedlichen Anforderungen an das Know-how der Mitarbeiter können nur verschiedene Arbeitsmodelle oder –formen am besten bedienen. Die langfristigen Qualifikationen werden meist im eigenen Unternehmen intern entwickelt, während die kurzfristigen und das Spezial-know-how eher "hinzugekauft" werden.

Gründe für den Einsatz eines Freiberuflers

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Sowohl nach Meinung der IT-Freiberufler als auch der Projektanbieter sind die drei häufigsten Gründe für den Einsatz eines externen IT-Spezialisten:

  • Keine langfristig bindenden Verträge
  • Das passgenaue Spezial-know-how sofort bekommen
  • Personelle Engpässe kurzfristig ausgleichen, um Termine einzuhalten

 

Kleiner Tipp für IT-Freiberufler: Lesen Sie sich alle Gründe noch mal genau durch – vielleicht können Sie aus dem einen oder anderen Argumente für die nächsten Vertrags- oder Stundensatzverhandlungen ableiten. Die Meinung der Projektanbieter zeigt, dass sie allesamt plausibel sind. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels greifen Unternehmen wieder häufiger auf externe Berater zurück.

Krise, Aufschwung, Krise, Erholung: Immer stärker sind Unternehmen darauf angewiesen, sich schnell an Veränderungen anpassen zu können. Unternehmensziele müssen erreicht werden, dennoch muss das Unternehmen flexibel bleiben. Mit dem Einsatz externer Kräfte ist das gut möglich. Unternehmen nutzen es mehr und mehr, ihren strategischen Wert durch externe Mitarbeiter zu steigern – und deswegen wird der Einsatz von selbstständigen IT-Spezialisten wohl immer ein Thema sein. Mit einer flexiblen Mischung aus verschiedenen Beschäftigungsformen können Unternehmen ihre Risiken gering halten.

An der Umfrage haben 230 IT-Selbstständige und 29 Projektanbieter teilgenommen.

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