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Krankenversicherung & Co. – Als Freiberufler auch mit Vorerkrankungen guten Schutz finden

09.02.2017
Oliver Mest – Freiberuflicher Autor
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Die meisten Freiberufler kommen irgendwann an den Punkt, an dem der passende Versicherungsschutz auf der Tagesordnung steht. Manche Themen – wie etwa die richtige Krankenversicherung – müssen dabei schneller angegangen werden als andere − wie etwa die Absicherung der Arbeitskraft, der Familie oder der Abschluss einer Ergänzungsversicherung, wie zum Beispiel einer Zahnzusatzversicherung.

Aber alle diese Versicherungen haben eines gemeinsam: Hat der suchende Freiberufler eine etwas dickere Krankenakte oder gar chronische Erkrankungen, dann ist der gewünschte Versicherungsschutz oft gar nicht so einfach zu bekommen, weil die Hürde der Gesundheitsprüfung bei privaten Versicherungen zu nehmen ist. Aber auch mit ein paar Erkrankungen im Gepäck muss kein Freiberufler gleich den gewünschten Versicherungsschutz abschreiben.

Automatische Online-Diagnose nutzen

Analysehäuser mit einem Fokus auf Versicherungen − wie etwa Franke und Bornberg − haben Tools entwickelt, mit denen man selbst als Freiberufler die Versicherbarkeit bei Vorerkrankungen einschätzen lassen kann. Bei mehr als einem Dutzend Versicherern können unter www.versdiagnose.de so Anfragen zu Ihrer Versicherbarkeit gestellt werden – und zwar anonym mit einem Versicherungsmakler oder -berater, der für das Tool angemeldet ist. Es gibt also einen guten Überblick darüber, ob und zu welchen Konditionen Schutz denkbar ist.

Versicherbarkeit direkt vom Versicherer prüfen lassen − anonym

Direktversicherer ermöglichen den Abschluss von verschiedensten Versicherungen − wie Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung, Kranken- oder Krankenzusatzversicherung sowie Zahnzusatzversicherung. Und nicht wenige erlauben es Ihnen als Freiberufler, die Versicherbarkeit auf den entsprechenden Rechnern zu ermitteln – und zwar ganz anonym, ohne Eingabe von persönlichen Daten. Ein Beispiel: Bei der Community Life können Sie für die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie für die Risikolebensversicherung die Antragsstrecke nutzen, um anonym ein erstes Votum zur Versicherbarkeit zu bekommen. Und auch bei der Allianz können Sie diesen Weg gehen: Sie geben bei der Risikolebensversicherung Ihre Daten − wie Größe, Gewicht, Beruf und Hobby − ein und haben die Möglichkeit, Ihre gesundheitliche Situation zu schildern. Im Ergebnis erfolgen eine automatisierte Prüfung der Angaben und ein Votum des Versicherers. Noch einfacher lässt sich die Versicherbarkeit auch bei Zahnzusatzversicherungen überprüfen, bei denen das Votum des Versicherers – wie etwa bei der Hallesche Zahnzusatzversicherung – online bereits erfolgt, bevor persönliche Daten eingegeben werden.

Tipp: Keine Personendaten eingeben!

Bei einigen Versicherern müssen Sie persönliche Daten wie Namen oder Adresse eingeben. Brechen Sie den Vorgang dann ab, wenn Sie Vorerkrankungen haben. Denn mit Eingabe der persönlichen Daten wird ein „echter“ Antrag gestellt − und wird der abgelehnt, müssen Sie diese Ablehnung bei weiteren Anträgen angeben. Ihre Chancen, den gewünschten Schutz zu finden, sinken damit gegen null.

Risikoprüfung von einem Makler durchführen lassen

Eine weitere Option ist die individuelle Risikovoranfrage, die mithilfe von Versicherungsmaklern oder -beratern durchgeführt werden kann. Das Vorgehen dabei: Gemeinsam mit dem Makler ermitteln Freiberufler den aktuellen gesundheitlichen Status quo – der Berater stellt Unterlagen aus Fragebögen oder auch individuellen Arztunterlagen zusammen, die dann 35 Versicherern vorgelegt werden. Jeder einzelne Versicherer prüft den Antrag und gibt sein Votum zur Versicherbarkeit ab. Der Makler oder Berater sammelt die Voten ein und zeigt, welcher der Versicherer, die Versicherungsschutz anbieten, am besten ist.

 

 

 

Unser Gastautor Oliver Mest ist Jurist, Journalist und Versicherungsmakler. Als Chefredakteur des Vorsorgeportals www.optimal-absichern.de beschäftigt er sich zudem mit Versicherungs-, Vorsorge- und Finanzthemen, die er journalistisch kompakt und leicht verständlich vermittelt.

Lesermeinungen zum Artikel

3,5 von 5 Sternen | Insgesamt 2 Bewertungen und 1 Kommentar

  • www.versdiagnose.de nur für Berater v. Versicherungen u. Finanzdienstleister

    K. Bräutigam am 09.03.2017 um 08.00 Uhr

    Leider wurde im Artikel nicht deutlch gemacht, dass man als normal Sterblicher unter www.versdiagnose.de keine Diagnose seiner Versicherbarkeit durchführen kann. Dieses Tool ist nur Beratern aus Versicherungen und Finanzdienstleistern vorbehalten. Auf der Webseite wird ganz deutlich eine diesbezügliche Bestätigung verlangt, sowie eine Vermittlerregisternr. erfragt.

    Antwort von der GULP Redaktion

    Vielen Dank für den Hinweis. Sie haben Recht, eine entsprechende Textpassage dazu fehlte im Artikel. Wir habend den Text nun entsprechend ergänzt. Bei Interesse können Sie gerne auch gemeinsam mit Herrn Mest diese Prüfung durchführen. Melden Sie sich dazu gerne unter redaktion@gulp.de und wir vermitteln den Kontakt.

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