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Neuer Berufsverband für Selbstständige: VGSD gegründet

„Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland“ will Interessen der Mitglieder gegenüber Polit

03.08.2012
GULP Redaktion
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Im Juni 2012 gegründet, im Juli ins Vereinsregister eingetragen: Noch ganz neu ist der VGSD, der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland. Die Ziele sind hoch gesteckt, dürften aber vielen IT-/Engineering-Freiberuflern aus der Seele sprechen: Der Verband will eine schlagkräftige Interessenvertretung schaffen, die es den Mitgliedern und allen Interessenten so einfach wie möglich macht, etwas zur Verbesserung der Situation der Selbstständigen beizutragen.

„Selbstständige und Gründer brauchen eine Lobby, bisher haben sie keine. Ein kleinunternehmerfeindliches Gesetz jagt das nächste. Das ist möglich, weil vorhandene Verbände sowie Kammern nicht oder nicht ausreichend die Interessen von Einzelunternehmern und kleinen Unternehmen vertreten. Selbstständige sehen sich einer Vielzahl von Zwangsabgaben und bürokratischen Pflichten gegenüber, die kaum zu bewältigen sind“, schreibt Dr. Andreas Lutz auf seiner Webseite gruendungszuschuss.de. Lutz, Unternehmensberater und Journalist, ist Vorsitzender des Vereinsvorstands. Ein Rechtsanwalt und eine Journalistin wurden zum zweiten und dritten Vorstand gewählt.

Der Verband will die Interessen von Gründern und Selbstständigen sowie von kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern vertreten – egal welcher Branche. Darin eingeschlossen sind natürlich Freiberufler.

Die Ziele des VGSD sind nach eigenen Angaben die folgenden:

  • Interessen von Selbstständigen und Gründern gegenüber Politik, Verwaltung und großen Unternehmen vertreten
  • Erreichen, dass die Auswirkungen von Gesetzesvorhaben auf Selbstständige und Gründer von Entscheidern besser verstanden und berücksichtigt werden
  • In der Öffentlichkeit bestehende Vorurteile und Stereotype überwinden
  • Konkrete Unterstützung von Initiativen und Einzelpersonen, die sich für Interessen von Gründern und Selbstständigen einsetzen
  • Gezielte Mobilisierung der Mitglieder sowie der Öffentlichkeit für wichtige Anliegen
  • Einsatz für eine erschwingliche Sozialversicherung für Selbstständige, gegen hohe (Mindest-)Beiträge
  • Verbesserter Zugang zu Firmenkonten und Bankdarlehen für Selbstständige
  • Engagement gegen unnötige Bürokratie und Zwangsabgaben
  • Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten und Studien
  • Finanzieren und Führen von Musterprozessen
  • Aushandeln von Vorteilen für Mitglieder, zum Beispiel Rahmenverträge, von denen sonst nur Angestellte bei größeren Unternehmen profitieren
  • Förderung des Meinungs- und Erfahrungsaustauschs untereinander, zum Beispiel im Rahmen von Regional- und Fachgruppen

Wer Mitglied werden möchte, findet alle Informationen dazu auf der Webseite des VGSD. Der Beitrag liegt bei 60 Euro pro Jahr (und lässt sich als Betriebsausgabe steuerlich absetzen). Neben der Möglichkeit, Mitglied zu werden, sind Interessierte dazu aufgerufen, zum Beispiel den Vereins-Newsletter zu abonnieren, Petitionen mitzuzeichnen oder einfach andere Selbstständige anzusprechen und über wichtige Gesetzesänderungen zu informieren. Es ist auch möglich, sich in Regional- oder Fachgruppen zu engagieren, Initiativen beim Aufbau ihrer Website zu unterstützen oder Projekte zu übernehmen - wie zum Beispiel das Programmieren eines Tools, das anderen beim Mitmachen hilft.