Fühlen Sie sich in Ihrem Büro wohl?

30.04.2001
Petra Berleb
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Obwohl wir einen Großteil des Tages in unseren Büroräumen verbringen, achten die wenigsten auf eine angenehme arbeitsfördernde Umgebung. Dabei ist diese wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Betrachten Sie Ihr Büro einmal mit den Augen eines Dritten:

Schaffen Sie sich Raum für Ihre Ideen

1. Wenn Sie am Schreibtisch sitzen, schauen Sie gegen eine Wand? Vielleicht auch noch auf eine Pinnwand mit unerledigten Aufgaben, Notizzettel, über- und untereinander gepinnten Visitenkarten von Leuten, die Sie lange schon einmal anrufen sollten?
Es lassen sich schwer kreative Ideen entwickeln, wenn Sie gegen eine Wand starren. Stellen Sie Ihren Schreibtisch besser so, dass Sie den Raum überblicken können, und sitzen Sie mit der Wand im Rücken. Stellen Sie den Schreibtisch so, dass Sie gut Platz haben und quetschen Sie sich nicht in eine Ecke. Wenn möglich, sollten Sie Ihren Tisch auch nicht vor ein Fenster stellen, das lenkt nur unnötig ab. Ich selbst saß jahrelang vor einer schönen Aussicht und habe mich häufiger dabei ertappt, wie ich bei unliebsamen Arbeiten meinen Gedanken mit Blick aus dem Fenster nachhing. Hängen oder stellen Sie etwas Motivierendes vor sich auf, etwas, was z.B. eines Ihrer Ziele symbolisiert (Bild von einem Häuschen in der Toskana, eine Auszeichnung, auf die Sie stolz sind usw.)

2. Ist Ihr Büro hell und freundlich eingerichtet?
Sorgen Sie für genügend Lichtquellen. Achten Sie aber darauf, dass diese nicht grell wirken, indirekte Lichtinseln (z.B. Stehlampen) sind oft angenehmer für das Auge, gerade wenn Sie viel am PC arbeiten. Ebenso schaffen Pflanzen eine angenehme Atmosphäre; aber nur, wenn diese auch gesund und gepflegt sind. Nichts wirkt deprimierender als vertrocknete Blumen.

3. Ist Ihr Büro vollgestopft mit alten Zeitschriften und Büchern?
Gewöhnen Sie sich einfach an, einmal im Monat einen Rundgang zu machen und rigoros alles auszumisten, was Sie nicht mehr lesen/brauchen. Besser noch: Sobald Sie eine Zeitschrift gelesen haben, entsorgen Sie sie, interessante und wichtige Artikel, die Sie noch brauchen, heften Sie themenbezogen in einem Ordner ab, der Rest wandert in den Papierkorb. Bücher, die Sie nicht mehr lesen, geben Sie am besten bei der Bücherei ab, ein anderer Leser freut sich darüber. Wir neigen generell dazu, zu viel aufzubewahren und auch noch zu viel Unwichtiges.

4. Wie riecht es denn bei Ihnen?
Sorgen Sie für genügend Frischluft. Zigarettenrauch, Ausdünstungen von Elektrogeräten wie z.B. von Laserdruckern und verbrauchte Luft behindern das Konzentrationsvermögen und benebeln das Gehirn. Und wer geht schon gerne als Besucher in eine muffige Bude.

Ich wurde einmal zu einer Besprechung eingeladen. Als ich den Konferenzraum betrat, waberte mir der Zigarettenrauch des vorhergehenden Meetings entgegen. Anstatt mich auf das Thema zu konzentrieren, konnte ich es kaum erwarten, diesen Raum wieder zu verlassen.

5. Befindet sich Ihr Büro in Ihrer Wohnung?
Trennen Sie so gut wie möglich Ihren Arbeitsplatz vom Rest der Wohnung ab. Haben Sie ein eigenes Arbeitszimmer, schalten Sie am Ende Ihres Arbeitstages den Anrufbeantworter ein und schließen Sie die Tür, damit Sie kein Telefonanruf stört. Wenn Sie keinen eigenen Raum zur Verfügung haben, schaffen Sie Abhilfe mit Raumteilern, Paravents, Pflanzen, Möbeln, unterschiedlichen Lichtquellen usw., um die einzelnen Bereiche voneinander zu trennen.

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