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Blick in die Glaskugel: Quo vadis Stundensatz?

GULP Freelancer Studie – Wie entwickelt sich der Stundensatz in Zukunft?

03.11.2016
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Der durchschnittliche Stundensatz von IT-Freelancern ist wieder gestiegen, nämlich von 80,50 Euro auf 83,48 Euro – darüber haben wir bereits im ersten Artikel zur GULP Freelancer Studie berichtet. Gemeinsam mit den Freiberuflern wagten wir im aktuellen Teil, der sich rund um Stundensätze und Finanzielles dreht, auch den Blick in die Glaskugel: Wie werden sich die Honorare in Zukunft entwickeln?

Dazu haben wir die Teilnehmer unserer Studie gefragt, ob sie beim nächsten Projekt ihre Stundensatzforderung anpassen wollen. Rund die Hälfte (51,6 Prozent) der Befragten bejahten dies, die andere Hälfte plant keine Anpassung. In dieser Hinsicht hielten sich beide Seiten also die Waage. Größtenteils einig waren sich jedoch diejenigen, die sich für eine Änderung des Honorars aussprachen, darüber, in welche Richtung die Anpassung gehen wird: Ganze 91 Prozent planen den Schritt nach oben, also eine Anhebung ihres Stundensatzes. Konkret denken die meisten (48,2 Prozent) darüber nach, ihre Forderungen um 5 bis 10 Prozent zu erhöhen. Relativ gering ist der Anteil derer, die die Kosten senken würden – Freiberufler wissen also durchaus, was sie wert sind und müssen in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mit niedrigen Preisen um ihre Kunden buhlen.

Neben dieser allgemeinen Tendenz interessierte uns aber auch, was die Freelancer das nächste Mal für das exakt gleiche Projekt fordern würden. So lässt sich dem tatsächlichen Durchschnittsstundensatz von 83,48 Euro ein zukünftiger Wert gegenüberstellen. Dieser liegt bei 90,50 Euro und ist damit um 7,11 Euro höher.

Lassen sich die Forderungen durchsetzen?

Der geforderte Stundensatz ist die eine Seite der Medaille, auf der anderen Seite müssen die Freelancer diesen natürlich auch bei der Preisverhandlung durchsetzen können.

Bei immerhin 48,7 Prozent der befragten Freiberufler war dies der Fall. Der final verhandelte Stundensatz entsprach bei dieser Gruppe dem geforderten Betrag. Das spricht für eine gute und übereinstimmende Preispolitik zwischen Angebot- und Nachfrageseite und dafür, dass die Unternehmen bereit sind, die professionelle Arbeit der Freelancer auch entsprechend zu würdigen. Ebenso scheinen transparent kommunizierte Honorare ohne böse Überraschungen für beide Parteien wichtig zu sein. Denn in den meisten Fällen (46,5 Prozent) geben die befragten Freiberufler ihren All-inclusive-Stundensatz an, der auch weitere Ausgaben wie Spesen und Reisekosten beinhaltet.

Für mehr Markttransparenz sorgen übrigens auch Tools wie der GULP Stundensatzkalkulator. So erhalten Freelancer und Unternehmen gute Anhaltspunkte für die Honorarverhandlungen.

Zur GULP Freelancer Studie 2016

Zum vierten Mal führt GULP Information Services die GULP Freelancer Studie durch. Sie erscheint als dreiteilige Whitepaper-Reihe:

In diesem Jahr nahmen insgesamt 1.291 IT- und Engineering-Freelancer aus dem deutschsprachigen Raum teil. Medienpartner sind: 4freelance, Computerwoche, Crosswater, IT-Freelancer Magazin, mediafon und rgblog.

Interessieren Sie sich für die GULP Freelancer Studie?

Stundensätze, Honorarentwicklungen, Kostenabdeckung, Trends zu Stundensatzforderungen und vieles mehr.

Hier geht’s zum Download des ersten Teils „Stundensätze und Finanzielles“.

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