Stundensatzforderung der IT-Freiberufler nach Ländern und Regionen

GULP Stundensatz-Auswertung August 2011

01.08.2011
GULP Redaktion

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IT-Freiberufler verlangen in Deutschland derzeit im Schnitt einen Stundensatz von 73 Euro. Seit der letzten GULP Stundensatz-Auswertung im Februar 2011 ist die durchschnittliche Honorarforderung um einen Euro gestiegen. In Österreich ist die Forderung seit Februar um zwei Euro nach oben geklettert auf aktuell 75 Euro. Die Schweizer IT-Freelancer fordern drei Euro mehr und stehen aktuell bei 90 Euro. Grund für diese Erhöhung könnte allerdings auch der aktuell stark schwankende Wechselkurs des Schweizer Franken sein.

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Deutschland unter der Lupe: Von 74 bis 66 Euro alles dabei

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In vier deutschen Regionen werden derzeit überdurchschnittlich hohe Stundensätze von 74 Euro gefordert: In D2 (Hamburg, Bremen), D4 (Essen, Düsseldorf), D5 (Köln, Bonn) und D6 (Frankfurt am Main, Mannheim). Das Schlusslicht bildet die Region D0 (Leipzig, Dresden) mit 66 Euro – zehn Prozent weniger.

Die Region um Essen und Düsseldorf konnte ihre Honorarvorstellung im letzten halben Jahr am stärksten steigern. Freiberufler im Postleitzahlgebiet D4 verlangen aktuell zwei Euro mehr als noch im Februar 2011 (72 Euro).

In D1, D3 und D9 ist Angebot gleich Nachfrage

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Der kontaktierte Stundensatz ist ebenfalls in der Region D0 am niedrigsten – und liegt mit 64 Euro sogar noch zwei Euro unter dem geforderten Stundensatz. Der größten Unterschied zwischen kontaktiertem und gefordertem Honorar besteht in den Regionen D7 (Stuttgart, Karlsruhe) und D8 (München, Ingolstadt). Hier kontaktieren die Projektanbieter im Schnitt Freiberufler, die im Schnitt drei Euro weniger verlangen als die durchschnittliche Forderung in der Region beträgt. Ausgewogen ist dagegen das Verhältnis in und um Hannover (D3, 71 Euro) und Nürnberg (D9, 70 Euro): Dort halten sich kontaktierter und geforderter Stundensatz die Waage.

Die meisten Freiberufler leben in D6 und D8

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Im Postleitzahlengebiet D6 wohnen derzeit 17,1 Prozent der Freelancer – vor fünf Jahren waren es noch 19,0 Prozent. Jedes Jahr hat dieses Postleitzahlengebiet kontinuierlich Anteile verloren – so stark wie kein anderes. Die Anteile dieser Region haben sich relativ gleichmäßig auf die anderen verteilt.

Aus den beiden Postleitzahlengebieten D6 (Frankfurt am Main, Mannheim) und D8 (München, Ingolstadt) stammen zusammen 35,7 Prozent der IT-/Engineering-Freiberufler. Insgesamt gehen 37,9 Prozent der Kontakte in diese Region. In den Regionen D0 (Leipzig), D2 (Hamburg) und D3 (Hannover) dagegen stehen 16,8 Prozent der Selbstständigen 15,1 Prozent der Kontakte gegenüber.

Bemerkenswert: Die Region D2 fordert einen überdurchschnittlichen Satz von 74 Euro – obwohl nur 8,0 Prozent der Projektanfragen dorthin gingen.

Die Betrachtung nach Regionen relativiert sich vor folgendem Hintergrund: Mehr als ein Viertel der Teilnehmer an einer GULP Umfrage Anfang 2001 gab an, Aufträge weltweit anzunehmen. Weitere sieben Prozent akzeptieren Aufträge europaweit, 17 Prozent sind zu Projekten innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bereit. IT-Freiberufler sind extrem mobil, was ihre Dienstleistungen angeht. Deswegen lassen sich diese leichten Differenzen von Angebot und Nachfrage sicherlich ausgleichen. Denn letztendlich zählen das Know-how und die Skills.

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