Umfrage-Ergebnis: IT-Selbstständige steigerten 2006 Jahresumsatz erneut

29.06.2007
GULP Redaktion

Jahresumsatz 2003 | 2004 | 2005 | 2006

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen der IT-Selbstständigen: Der Bedarf an externen IT-Dienstleistungen nahm noch mehr zu, so dass die meisten IT-Spezialisten fast ganzjährig in Projekten beschäftigt waren. Zudem verlangten sie von ihren Auftraggebern erneut mehr Geld. Die Kombination aus guter Auftragslage und höheren Honorarforderungen spiegelt sich auch im erzielten Jahresumsatz der IT-Experten wider. Das zeigt die jährliche repräsentative GULP Umfrage zum Thema, an der sich 401 IT-Freiberufler beteiligten.

Nach dem Platzen der Dotcom Blase im Jahr 2000 hat es einige Zeit gedauert, bis sich der IT-Projektmarkt von den Folgen erholte. Vor ca. zwei Jahren brachen dann für IT-Selbstständige wirtschaftlich wieder sichtbar bessere Zeiten an, was sich auch in ihren Finanzen niederschlug: Ihre Einnahmen vor Abzug von Steuern und Betriebsausgaben nahmen deutlich zu.

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Obwohl die Umsatzsteigerung 2006 im Vergleich zum Jahr 2005 eher moderat ausfiel, erzielte dennoch der Großteil der IT-Selbstständigen (58 %) höhere Umsätze. Bei ca. jedem Dritten betrug die prozentuale Veränderung der Einnahmen zwischen plus zehn bis plus 20 %. Jeder Zehnte verdoppelte seinen Umsatz sogar.

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In die roten Zahlen rutschten nur noch 15 % der Befragten. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren noch ein Viertel (25 %) und 2003 sogar noch jeder zweite IT-Selbstständige von Umsatzsatzeinbussen betroffen. Damit hat sich innerhalb der letzten Jahre ein für die Freiberufler sehr erfreulicher Wandel vollzogen.

Die prozentual meisten IT-Spezialisten erzielten Umsätze zwischen 80.000 bis 120.000 Euro wie die detaillierte Verteilung der Einzelwerte zeigt. Am stärksten zugenommen hat aber im Vergleich zum Jahr 2005 der Anteil von Freiberuflern mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz zwischen 140.000 Euro bis 160.000 Euro.

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Dass in der IT-Branche wieder mehr bezahlt wird, macht sich auch bei den Gehältern der festangestellten Mitarbeiter bemerkbar. So ermittelte die Computerwoche in ihrer großangelegten Gehaltsstudie, dass die Gehälter von IT-Fachkräften im Jahr 2006 um durchschnittlich 3,2 % gestiegen seien, die von Führungskräften um 1,1 %. Spitzenverdiener der IT-Branche seien die Berater, insbesondere mit SAP-Know-how. Sie erreichten laut Studie durchschnittlich 60.700 Euro brutto jährlich. Einen höheren Verdienst hätten nur noch Projektleiter mit fachlicher Teamleitung, deren Bruttogehälter bei durchschnittlich 61.200 Euro jährlich lagen. Weiter abgeschlagen folgten die Qualitätssicherer mit 47.700 Euro und die Datenbankadministratoren mit 44.900 Euro. Am unteren Ende der Gehaltsskala fanden sich Web-Designer (34.500 Euro), Mitarbeiter im Anwender-Support (36.900 Euro), Web-Entwickler (37.800 Euro) sowie System- und Netzadministratoren (knapp 40 600 Euro). (Quelle: Computerwoche, " IT-Gehälter 2006: Spezialisten legen deutlich zu" vom 17.10.2006)

Auch im IT-Projektmarkt haben externe Projektleiter und Berater finanziell die Nase vorn, Qualitätssicherungsexperten und Administratoren verdienen dagegen um bis zu 20 Euro pro Stunde weniger.

Nachdem 2006 insgesamt mehr IT-Selbstständige als erwartet von Umsatz-Zunahmen profitierten, zeigen sich viele von ihnen auch optimistisch für dieses Jahr. Jeder Zweite rechnet mit noch höheren Einnahmen als im Vorjahr, ein Drittel erwartet zumindest gleichbleibende Umsätze.

IT-Selbststaendige steigerten 2006 Jahresumsatz erneut

Da der IT-Projektmarkt derzeit boomt, freie IT-Experten in bestimmten Bereichen schon händeringend gesucht werden und der Aufwärtstrend bei den Stundensätze ebenfalls noch nicht gestoppt ist, keine so abwegige Prognose.

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