Unternehmen mögen Android, Freelancer lieben Apple

GULP Marktstudie über selbstständige Mobile-App-Entwickler

München, Februar 2013. Von Unternehmen werden am häufigsten Freelancer mit Know-how im Bereich Android nachgefragt, an zweiter Stelle folgt iOS, an dritter Stelle Windows Mobile. Doch unter IT-Selbstständigen ist die Begeisterung für Apple und iOS am größten, da kann Android nicht mithalten – und Windows erst recht nicht. GULP, Personalgentur und Projektportal für IT und Engineering, hat mit Hilfe der eingetragenen Profile und der versandten Projektanfragen die Chancen für selbstständige App-Entwickler analysiert. Mit folgendem Ergebnis: Selbstständige Entwickler, die mit der Programmierung in C#, .NET, C++ oder Java zu tun haben, sollten die mobilen Applikationen im Auge behalten. Sie sollten diese Chance auf einen neuen Tätigkeitsbereich nutzen, denn die App-Entwicklung wird auf dem IT-Projektmarkt weiter an Wichtigkeit zunehmen. Wer sich neben der Apple-Leidenschaft dann auch noch eine Begeisterung für Android zulegt, ist derzeit manchen Kollegen einen Schritt voraus.

Im Jahr 2011 wurden in knapp 900 Projektanfragen, die über www.gulp.de verschickt wurden, selbstständige Mobile-App-Spezialisten gesucht. Im Jahr 2012 waren es 1.400 Anfragen, also eineinhalb mal so viele. Der Bedarf der Unternehmen an selbstständigen App-Spezialisten steigt – ebenso wie die Anzahl der Selbstständigen, die hier Know-how vorweisen können. Im Jahr 2010 waren etwa 250 selbstständige Mobile-App-Spezialisten mit einem Profil in der GULP Datenbank vertreten, aktuell sind es etwas mehr als 1.500. Der Bereich Mobile Apps ist im IT-Projektmarkt definitiv und weiterhin im Kommen.

Selbstständige Mobile-App-Spezialisten fordern im Schnitt einen Stundensatz von 70 Euro. Das sind zwar vier Euro weniger als alle bei GULP eingetragenen IT-/Engineering-Freelancer im Schnitt verlangen – doch die 70 Euro sind in Relation zu setzen:

Erstens sind App-Selbstständige im Schnitt drei Jahre jünger als alle Freelancer bei GULP und können vier Jahre weniger Berufserfahrung vorweisen. Mit mehr Erfahrung gehen in der Regel auch höhere Stundensätze einher. Zweitens fordern alle Software-Entwickler aus dem Kreise der GULP Freelancer im Schnitt 69 Euro.

Unternehmen mögen Android

Verteilung der Nachfrage (Projektanfragen) im Jahr 2012

Von Unternehmen wird am häufigsten Know-how im Bereich Android nachgefragt, an zweiter Stelle folgt iOS, an dritter Stelle Windows Mobile. Android nimmt – auf Kosten von Windows Mobile – einen immer größeren Anteil am Kuchen ein: 2012 wurden fast in Dreiviertel der Projektanfragen zu diesen drei mobilen Betriebssysteme Android-Kenntnisse nachgefragt, im Jahr zuvor waren es knapp 66 Prozent.

Freelancer lieben Apple

Verteilung des Know-Hows der Freelancer

Unter den Selbstständigen ist die Begeisterung für Apple und iOS größer als in den Unternehmen: Nur die Hälfte der Freelancer, die Know-how über Android, iOS und Windows Mobile vorweisen können, sind Android-Spezialisten, 40 Prozent von ihnen sind iOS-Experten. „Selbstständige sollten Android stärker in ihren Fokus rücken, denn der Bedarf von Unternehmensseite steigt“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP.

Was suchen Unternehmen?

App-Entwickler sollten Know-how in den relevanten Programmiersprachen und Frameworks mitbringen, am häufigsten werden in den Projektanfragen von Unternehmen C#, .NET, C++, Java, Objective-C, Cocoa und X-Code genannt. Auffällig ist, dass in der Mehrheit der App-Projektanfragen Know-how über agile Entwicklung (Scrum) vorausgesetzt wird – wenn auch oft als Nice-to-have. In den letzten zwei Jahren ist außerdem ein Aspekt neu hinzugekommen: der der Sicherheit. „Wissen in Bezug auf Sicherheitsrisiken und deren Vermeidung wird immer häufiger von Unternehmen nachgefragt, die freie App-Entwickler suchen. Freelancer sollten diesen Aspekt also nicht vergessen“, ergänzt Symanek.

Berlin, Hauptstadt der Startups

Anteil der selbstständigen Mobile-App-Spezialisten pro Region

Mobile Apps unterscheiden sich in einem Punkt ganz deutlich vom Rest des IT-Projektmarkts – und dieser „Punkt“ heißt Berlin. 13 Prozent der Mobile-App-Selbstständigen bei GULP sind im Postleitzahl-Gebiet 1xxxx zu finden, also in und um die Hauptstadt. Bei allen IT-/Engineering-Selbstständigen beläuft sich dieser Anteil auf nur sieben Prozent. Hier bestätigt sich der Ruf Berlins als Hauptstadt der Startups. Anteilsmäßig die meisten App-Entwickler sind in den beiden Regionen in und um Frankfurt am Main (6xxxx, 16 Prozent) und München (8xxxx, 17 Prozent) beheimatet.

Die Daten für diese Marktstudie lieferten die Profile der in die GULP Datenbank eingetragenen IT-/Engineering-Spezialisten, der GULP Trend Analyzer und die über GULP an Freelancer zugestellten Projektanfragen.

Über GULP:
Mehr als 3.000 Kunden, 80.000 eingetragene IT-Experten, davon 12.500 mit ausgewiesenem Schwerpunkt Engineering, und über 1.200.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-/Engineering-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Als Internet-Jobbörse für Freiberufler ist GULP im Jahr 1996 gestartet. Heute bietet GULP zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services für die Teilnehmer im Markt. Das in München ansässige Unternehmen erzielte 2011 einen Umsatz von 208,6 Millionen Euro und beschäftigt in der Zentrale und an den Standorten Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart und Zürich derzeit über 180 interne Mitarbeiter.

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Susanne Schödl

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