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Pressemitteilung 19. März 2007
 
Halbjährliche Stundensatz-Auswertung der IT-Personalagentur GULP
Starke Nachfrage zeigt Wirkung: IT-Freiberufler steigern abermals Stundensatzforderungen
IT-Erfahrung und Know-how auch zu hohen Honoraren gesucht
 

Die seit längerem gute Nachfrage nach externem IT-Know-how zeigt Wirkung: Die Stundensatzforderungen der freiberuflichen IT-Experten in Deutschland steigen erneut auf nunmehr durchschnittlich 68 Euro. Damit nehmen sie klaren Kurs auf die 70-Euro-Marke, die ihre österreichischen Kollegen - dank einem Stundensatzplus von vier Euro - erstmals seit 2003 wieder überschritten haben. Auch die Schweizer haben mit verlangten 86 Euro pro Stunde finanziell wieder zu alten Höhen gefunden.
Das ergab das aktuelle Update der halbjährlichen, umfassenden GULP Stundensatz-Studie, in der die Daten der über 60.000 bei www.gulp.de eingetragenen IT-Freiberufler-Profile sowie mehr als 350.000 über GULP abgewickelte Projektangebote ausgewertet worden sind.

Durchschnittliche Stundensatzforderungen der deutschen IT-Freiberufler seit August 2002

Die IT-Freiberufler zeigen sich unverändert selbstbewusst, nur noch ein Viertel (24 %) von ihnen fordert Stundensätze unterhalb der "magischen" Grenze von 60 Euro. Dagegen verlangt bereits wieder jeder Vierte (26 %) Honorare über 80 Euro. Dabei gab es in den letzten zwei Jahren den größten Anteilszuwachs in den Honorarregionen 90 bis 99 Euro (+ 37 %).

Die von den Auftraggebern kontaktierten Stundensatzgruppen verlagern sich ebenfalls deutlich stärker in die Honorarregionen oberhalb der 60 Euro. Jeder zweite Kontakt (55 %) geht mittlerweile an IT-Spezialisten, die über 70 Euro pro Stunde verlangen. Besonders auffällig, der Anteil der Kundenanfragen in die hochpreisigen Kategorien von 90 bis 109 Euro nahm in den letzten zwei Jahren um über ein Drittel (36 %) zu.
Im Gegenzug reduzierten die Anbieter im gleichen Zeitraum sukzessive ihre Anfragen an IT-Freiberufler mit Stundensätzen unterhalb von 60 Euro: Richtete sich im Februar 2004 noch jeder vierte Kontakt (24 %) an die niedrigpreisigen Stundensatzgruppen, ist es aktuell nur noch jeder fünfte (19 %).
Laut GULP Sprecher Stefan Symanek schlage sich in dieser Entwicklung aber nicht nur die bessere Marktlage nieder, sondern auch das Phänomen SAP: "Allein im Jahr 2006 war jede fünfte Anfrage über GULP eine Nachfrage nach SAP-Berater-Know-how, welches klassischerweise höher bezahlt wird. Das wirkt sich natürlich auf den Durchschnitt aus."

Erfahrung gewinnt
Lebensalter und Berufspraxis sind auch bei hohen Stundensätzen gefragt: Ein Drittel (34 %) der Projektkontakte geht an IT-Selbstständige, die mehr als 20 Jahre in der IT tätig sind und mit durchschnittlich 73 Euro pro Stunde am meisten fordern.

Wobei der demografische Wandel in der Gesellschaft auch am IT-Projektmarkt nicht vorrübergegangen ist, der Markt altert massiv: Innerhalb der letzten sechs Monate vergrößerte sich der Anteil der über 40-Jährigen von 56 % auf nun 61 %.
Die Auftraggeber haben sich bereits auf diese gewandelte Altersstruktur eingestellt und intensivieren ihre Kontakte an IT-Freiberufler über 40 Jahre. Allein innerhalb der letzten zwei Jahre haben die Projektanfragen an IT-Spezialisten über 40 Jahre um ein Fünftel (21 %) zugenommen.
Leidtragende dieser Entwicklung sind auf den ersten Blick die jüngeren Jahrgänge, allen voran die 30- bis 34-Jährigen, deren Nachfrage in den vergangenen zwei Jahren um fast ein Drittel (32 %) zurückging.
"Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es gerade in den jüngeren Altersklassen immer weniger IT-Spezialisten gibt. Und wo kein Angebot, da keine Nachfrage", relativiert Symanek diesen Trend zum Alter.

Region Köln-Bonn kommt
Erfreulich - Die starke Nachfrage nach externen IT-Mitarbeitern und Beratern ist nicht regional begrenzt, sondern findet sich im gesamten Bundesgebiet. Allerdings mit leichten Verschiebungen: So entwickelt sich die Region Köln-Bonn (D5) langsam aber stetig zunehmend zur drittstärksten IT-Region: Mittlerweile geht mehr als jede zehnte (12 %) Projektanfrage in dieses Gebiet. Und mit im Schnitt 72 Euro sind die kontaktierten Stundensätze hier genauso hoch wie im finanzstarken Raum Frankfurt am Main (D6), der derzeit noch die stärkste Nachfrage verzeichnet mit 19,9%. Dicht gefolgt vom IT-Standort München (D8) mit derzeit 19,5 % aller Kontakte.

"Trotz der bundesweiten Erholung des Marktes und der Erhöhung der Stundensätze um einen Euro in nahezu allen Regionen klafft aber weiterhin eine deutliche Honorar-Lücke zwischen einzelnen Gebieten. Vor allem das West-Ost Gefälle bleibt bestehen, hier reicht die Spanne von durchschnittlich 62 Euro Forderung in der Achse Halle-Leizig-Dresden bis zu 71 Euro im Finanzstandort Frankfurt am Main", betont GULP Sprecher Symanek.

Die komplette Auswertung - unterteilt nach Position, Alter, Berufserfahrung und Einsatzort finden Sie unter https://www.gulp.de/kb/st/stdsaetze/sstext_f.html

 

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