Produktumstellung von 7 Fertigungslinien (Italien)
Für einen Automobilzulieferer sesshaft in Italien verantwortete ich als Gesamtprojektleiter
über rund anderthalb Jahre den Umbau von sieben kompletten Fertigungslinien auf neue
Produkte. Jede Linie bestand aus drei Serienmaschinen und einer Sondermaschine ?
insgesamt 28 Maschinen, ergänzt um eine vorgelagerte Automationszelle (Roboter und
Waschmaschine) eines Drittanbieters als zusätzliche Schnittstelle.
Aus der vom Kunden vorgegebenen Werkzeugzahl für das neue Produkt ergab sich der Umbau
jeder Sondermaschine mit einem neuen, komplex aufgebauten Bohrkopf. Diese
Schlüsselkomponente war nur über einen einzigen spezialisierten Lieferanten herstellbar.
Das Single-Source-Risiko steuerte ich aktiv: In einem Vor-Ort-Termin stimmte ich die
projektrelevanten Phasen und Termine ab und verhandelte den Preis verbindlich.
Kern der Herausforderung war ein Ressourcenengpass. Für die Sondermaschine stand je Linie
nur ein einziger kundiger externer Spezialist zur Verfügung, dessen Verfügbarkeit den
kritischen Pfad bestimmte. Ich plante die Umbauten so, dass die drei Serienmaschinen jeder
Linie von flexibel verfügbaren Servicetechnikern umgebaut wurden und ausschließlich die
Inbetriebnahme der Sondermaschine auf den einen Spezialisten terminiert war ? bei laufender
Termin- und Kostenkontrolle des externen Einsatzes.
Neben der Steuerung aller parallelen Linienumbauten verantwortete ich die Lieferanten- und
Personaleinsatzplanung sowie die Schnittstelle zum Kunden und zur eigenen italienischen
Tochtergesellschaft. Wo Termine nicht haltbar waren, plante ich im laufenden Betrieb
realistisch um.
Das Projekt wurde end-to-end umgesetzt, inklusive einer nachgelagerten Optimierungsphase;
verbleibende Restarbeiten übergab ich geordnet an die italienische Tochtergesellschaft.
Projektvolumen: rund 1,2?1,8 Mio. ?.