PROBLEM
Ein Multiview-Kamerasystem sollte zur Patientenlokalisation genutzt und mit bildgebenden Referenzdaten abgeglichen werden (Ziel: Reduktion des notwendigen Bestrahlungsvolumens). Engpass war die hochgenaue Erkennung und 6D-Verortung eines Kalibrierobjekts (Würfel mit optischen Markern) unter sehr strengen Toleranzen.
MEIN BEITRAG
Umsetzung der Kernkomponenten für präzise Pose-Schätzung im Multiview-Setup: Marker-/Target-Erkennung, robuste 6D-Lokalisierung über mehrere Kameraperspektiven, Koordinatentransformationen sowie Qualitätsprüfungen (Outlier-Handling, Plausibilisierung) für reproduzierbare Ergebnisse. Validierung über eine hochpräzise vermessene Plattform, auf der definierte Relativbewegungen/Umpositionierungen des Kalibrierobjekts messbar waren.
ERGEBNIS
Reproduzierbare, hochgenaue Verortung innerhalb der geforderten Toleranzen (unter 0,2 mm Positionsabweichung und unter 0,1° Orientierungsabweichung im Validierungsaufbau) als Grundlage für den Abgleich mit bildgebenden Referenzdaten.
SCHWERPUNKT
Multi-View-Geometrie, präzise 6D-Lokalisierung, Qualitätsprüfungen und Transformationen, Numerische Optimierung
PROBLEM
Modelle aus der Python-Toolchain sollten in einer .NET-Produktumgebung laufen. Die Inferenz-Performance und die Deploybarkeit waren initial nicht ausreichend bzw. nicht robust genug für produktionsnahe Tests außerhalb von Python.
MEIN BEITRAG
Export nach ONNX und Aufbau/Anpassung einer Inferenz-Pipeline in C# (ML .NET / ONNX Runtime) mit Fokus auf wartbare, reproduzierbare Integration in die bestehende Produktpipeline. Optimierung auf maximale Laufzeit-Performance auf den Zielsystemen (inkl. Runtime- und Pipeline-Tuning).
ERGEBNIS
Performante und stabile Inferenz in der .NET-Produktumgebung als Grundlage für produktionsnahe Tests und weitere Validierung der Modelle außerhalb der Python-Toolchain.
SCHWERPUNKT
Performance-/Deployment-Engineering für Modellinferenz in .NET, robuste Integration in Produktpipelines
PROBLEM
In einer Produktionslinie zur Bearbeitung von Stahlstäben sollten Defekte im laufenden Prozess zuverlässiger erkannt werden. Bis dahin war produzierter Ausschuss nur eingeschränkt bzw. zu spät erkennbar, was zu einem erhöhten Risiko von Reklamationen sowie entsprechendem Aufwand in der Abwicklung führte. Ziel war der Aufbau eines ML-basierten Verfahrens, das Defekte frühzeitig erkennt und im nächsten Schritt klassifiziert, um Maßnahmen im Prozess sowie eine belastbare Nachverfolgbarkeit zu ermöglichen.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Reproduzierbare ML-Pipeline inkl. trainierter Modelle für Anomalie-Detektion und Defektklassifizierung sowie dokumentierter Evaluationslogik (Metriken/Fehleranalyse) als Grundlage für die kundenseitige Betriebs- und Impactbewertung.
SCHWERPUNKT
ML-basierte Qualitätsprüfung, Anomalie-Detektion + Klassifizierung, Daten-/Label-Qualität, reproduzierbares Training & Evaluation, iterative Optimierung
PROBLEM
In einer Fertigungsanlage für großformatige Batteriezellen sollte eine optische Prüfeinheit sicherstellen, dass (a) die Zellenverbünde vollständig bestückt sind und (b) die Zellenoberflächen korrekt gereinigt wurden. Die Prüfung musste in die Produktionslinie integriert werden und trotz Linienbedingungen (Takt, Umgebungslicht, Reflexionen, Fertigungstoleranzen) robuste, nachvollziehbare Ergebnisse liefern. Zusätzlich handelte es sich um ein Mehrkamerasystem, dessen Kameras geometrisch konsistent ausgerichtet und stabil betrieben werden mussten.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Produktionsnah in Betrieb genommene optische Prüfeinheit für Bestückungs- und Reinigungsprüfung mit stabiler Mehrkamera-Geometrie (Kalibrierung/Alignment) und SPS-integriertem Prüffluss. Abnahmefähig inkl. Testfällen und HMI-tauglicher Ergebnis-/Diagnoseausgabe, sodass die Lösung durch Betrieb/QS verlässlich genutzt und bewertet werden konnte.
SCHWERPUNKT
Produktionsrobuste Bildverarbeitung, Mehrkamera-Kalibrierung & Alignment, SPS-/Linienintegration, HMI-/Diagnoseausgabe, Test- und Abnahmefähigkeit
PROBLEM
In der Qualitätssicherung einer Fräsfertigung sollte ein Prüfsystem aufgebaut werden, in dem ein SCARA-Roboter Prüflinge automatisch aus einem Input-Tray greift, reproduzierbar in ein Messgerät einlegt/positioniert und anschließend in ein Output-Tray zurückführt. Zentrale Herausforderung war eine robuste, prozesssichere Erkennung und Lokalisierung der zylindrischen Prüflinge im Tray unter realen Produktionsbedingungen (z. B. Lagevariation, wechselnde Oberflächen/Reflexionen, Umgebungslicht), sodass Greifen und Einlegen ohne manuelle Nacharbeit zuverlässig funktionieren.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Ein betriebsfähiges, automatisiertes Pick-and-Place-Prüfsystem mit zuverlässiger Prüflingslokalisierung als Voraussetzung für stabilen Robotereinsatz in der Qualitätssicherung. Die Erkennungs- und Kalibrierlogik war so ausgelegt, dass die Anlage reproduzierbar betrieben, Abnahmekriterien nachvollziehbar geprüft und der Betrieb durch das QS-Team eigenständig sichergestellt werden konnte.
SCHWERPUNKT
Robuste Detektion/Lokalisierung für Robotik-Pick-and-Place, Kalibrierung & Koordinatentransformation, Automatisierungsintegration (Trigger/Handshake), .NET-Produktintegration, Inbetriebnahme, Abnahme & Übergabe
PROBLEM
Eine zu hohe False-Positive-Rate in der Merkmalsdetektion führte im industriellen Umfeld zu Erkennungsfehlern, Abbrüchen sowie Kalibrier-/Einrichtaufwand bis hin zu Produktionsstillständen.
MEIN BEITRAG
Systematische Analyse der Fehlerbilder, Aufbau eines Trainings-/Validierungsprozesses und Umsetzung einer neuronalen Klassifizierung zur Kandidatenprüfung (Training + Runtime). Integration in die bestehende Detektionspipeline inklusive produktnaher Einbindung in .NET.
ERGEBNIS
Im Holdout-Testset sank die Anzahl der False Positives von 1400 auf 100 (? ?93%, Faktor 14). Seit Projektende sind keine weiteren Tickets zur False-Positive-Problematik aufgetreten.
SCHWERPUNKT
Robustheit in Detektionspipelines, Fehleranalyse, produktnahe ML-Integration in .NET
PROBLEM
Werkstücke sollten zuverlässig auf ihren Nullpunkt eingemessen werden - auch dort, wo die taktile Messung an Grenzen stößt (z. B. Geometrie/Marker nicht antastbar oder Werkstücke zu flach für das taktile Anmessen). Ohne robuste Einmessung waren bestimmte Werkstücktypen praktisch nicht oder nur mit hohem Aufwand bearbeitbar.
MEIN BEITRAG
Auswahl der Vision-Komponenten und Integration der Messsoftware in die Maschinen-Bedienoberfläche. Konzeption und Umsetzung der Einricht- und Kalibrierlogik: definierte Messfahrten, Erzeugung von Referenzmessdaten über ein Testmuster, robuste Mustererkennung sowie Verrechnung/Transformation der Referenzdaten auf spätere Messungen im Betrieb.
ERGÄNZEND
Umsetzung/Parametrierung von Teilen der Prüflogik für die On-device-Ausführung auf einer Smart-Camera-Plattform (HALCON Runtime auf Geräte-Hardware) zur taktrobusten Verarbeitung im Maschinenumfeld.
ERGEBNIS
Optische Nullpunkt-Einmessung mit ca. 0,1 mm Messgenauigkeit und damit Bearbeitbarkeit von Werkstücktypen, die zuvor taktil nicht zuverlässig messbar waren. Reduzierter manueller Einrichtaufwand durch reproduzierbaren Mess- und Korrekturablauf.
SCHWERPUNKT
Präzisionsmessung, reproduzierbare Mess-/Korrekturpipeline, Integration & Qualitätslogik, Numerische Optimierung
PROBLEM
In teilautomatisierten Fertigungsabläufen variieren pro Auftrag relevante Parameter (z. B. welches Werkstück gefertigt wird, welches Programm geladen wird, welches Werkzeug eingesetzt wird). Um diese Variabilität im Prozessalltag effizient und fehlerarm abzubilden, sollte innerhalb der Maschine eine Möglichkeit geschaffen werden, QR-Codes und Barcodes zuverlässig auszulesen und daraus Prozessentscheidungen abzuleiten. Die Herausforderung lag in der robusten Lesbarkeit unter realen Fertigungsbedingungen: wechselnde Lichtverhältnisse (Hallenlicht, Oberlichter, Fensterstandorte), stark unterschiedliche Kontraste, positive/negative Codes sowie Codes direkt auf Metalloberflächen (z. B. gefräst, geringer Kontrast) und potenzielle Teilverdeckungen (z. B. Späne).
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Ein stabiler, produktiver Baustein zur QR-/Barcode-Lesung in der Maschine, der die Generalisierung und Automatisierung variabler Fertigungsabläufe unterstützt und den Prozessalltag der Endkunden vereinfacht (weniger manuelle Parametrierung, weniger Fehlbedienung bei wiederkehrenden Abläufen).
SCHWERPUNKT
Robust Reading unter Fertigungsbedingungen, variable Beleuchtung/Kontrast, 1D/2D-Code-Erkennung, prozessintegrierter Workflow in Maschinenumgebungen
PROBLEM
In großen CNC-Fräsmaschinen sollte der Maschinenraum als zusammenhängendes Übersichtsbild verfügbar sein, um das Anmessen/Positionieren großer Werkstücke zu vereinfachen. Eine Einzelaufnahme (Weitwinkel) deckt den relevanten Bereich nicht ausreichend ab. Entscheidend war nicht photometrisch "perfektes" Stitching, sondern eine geometrisch konsistente Darstellung, sodass Kanten/Strukturen ohne Versatz über Kachelgrenzen hinweg erscheinen.
MEIN BEITRAG
Konzeption und Umsetzung einer Pipeline für kalibriertes Mosaicing / Image Registration auf einer definierten Referenz-/Messebene (Maschinentisch/typische Werkstückebene). Nutzung der vorhandenen Achssystem-zu-Kamera-Extrinsik zur Projektion in ein gemeinsames Koordinatensystem, Entzerrung über Intrinsik, planare Registrierung (Homographie) und Generierung des großformatigen Mosaiks mit Fokus auf Kantenkontinuität statt Belichtungsangleichung.
ERGEBNIS
Großformatiges, geometrisch konsistentes Übersichtsbild als Grundlage für eine intuitivere Bedienung und ein vereinfachtes Positionieren großer Werkstücke. In der Praxis deutliche Reduzierung von Messwiederholungen bei großen Rohteilen, weil zusammenhängende Kanten über Kachelgrenzen hinweg ohne störende Versatzbrüche darstellbar waren.
SCHWERPUNKT
Bildregistrierung/Alignment, Rektifizierung in Referenzebene, geometrisch konsistentes Mosaicing
PROBLEM
Eine weitwinklige Übersichtskamera sollte neben Live-View/Navigation als präzise Grundlage zur Ansteuerung weiterer Messmittel (u. a. Messtaster) dienen. Durch die Weitwinkeloptik war eine robuste Extrapolation bis in Randbereiche notwendig. Zusätzlich lag ein Sonderfall vor: Für die Kalibrierung stand nur ein 3-Achs-System zur Verfügung (nur Translation) - gängige Standardverfahren, die Rotation/Translation des Kalibrierobjekts voraussetzen, waren dafür nicht zuverlässig einsetzbar.
MEIN BEITRAG
Entwurf und Implementierung einer eigenen Kalibrierpipeline in C#/.NET mit EmguCV/OpenCV inkl. stabiler Parameterschätzung über Levenberg - Marquardt. Zusätzlich: Migration von Bestands-Kalibrierdaten für den zuverlässigen Einsatz auf bereits ausgelieferten Maschinen.
ERGEBNIS
Robuste und hochpräzise Achssystem-zu-Kamera-Kalibrierung trotz Weitwinkeloptik und eingeschränkter Beweglichkeit (Translation-only). Über die installierte Basis hinweg stabile Kalibrierqualität ohne auffällige Zunahme kalibrierungsbezogener Tickets/Servicefälle (? 300 Maschinen im Feld über >2 Jahre beobachtbar).
SCHWERPUNKT
Kamerakalibrierung (Intrinsik/Extrinsik), Modellbildung, numerische Optimierung, messgenaue Transformationen
2010 - 2015
Promotionsstudium - Dr.-Ing. Medientechnologie
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Thema: Bildbasierte Kamerapositionserkennung
2000 - 2007
Dipl.-Ing. Medientechnologie
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Profil
Dr.-Ing. entwickelt und integriert produktionsreife Computer-Vision-Systeme für Industrie, MedTech und Biotech - von der Konzeptphase über robuste Algorithmik bis zur Inbetriebnahme und Übergabe in den Betrieb. Sein Profil verbindet präzise Geometrie (Kalibrierung, Koordinatentransformationen, Multi-View/6DOF-Pose, (subpixel-)Registrierung) mit praxisnaher Qualitätsprüfung (Anwesenheit/Oberfläche, Robotik-Pick-and-Place, Traceability via QR/Barcode, Line-Scan-Messverfahren) und HMI-tauglicher Bedien- und Diagnoseintegration. Er liefert abnahmefähige Lösungen inklusive Automatisierungsanbindung (Trigger/Handshake, Ergebnis-Codes), Testfällen/Validierung, Logging/Fehlerbildern sowie nachhaltiger Stabilisierung im laufenden Betrieb. ML setzt er gezielt ein, wenn klassische Verfahren an Grenzen stoßen - von robustem Target-Filtering bis zu Anomalie-Detektion/Klassifizierung mit reproduzierbaren Trainings- und Evaluationspipelines.
Technologiefokus
C#/.NET (aktuell u. a. .NET 8.0)
Architektur, Integration, Wartbarkeit, Performance
OpenCV in .NET
EmguCV / OpenCvSharp in produktiven Systemen (Kalibrierung, Geometrie, Detektion)
HALCON
robuste Detektion/Segmentierung/Messung sowie geometrische Vision (Kalibrierung, Alignment, Koordinatentransformationen, Multi-View/6DOF-Pose) - mit Fokus auf betriebssichere Umsetzung
Kamerakalibrierung & Geometrie
Intrinsik/Extrinsik, präzise Koordinatentransformationen, messgenaue Abbildung in Referenzebenen
Optische Korrekturen
Modellierung und Parameterschätzung für Verzerrungen/Artefakte (z. B. Entzerrung als Pipeline-Baustein)
Bildregistrierung / Alignment
planare Transformationen (z. B. Homographie), kantenkonsistente Überlagerung, Qualitätskriterien
Large Image / Performance Engineering
speicher- und laufzeitbewusste Verarbeitung als Designprinzip
Numerische Optimierung
z. B. Levenberg - Marquardt und Bundle Adjustment für stabile Parameterschätzung
Produktintegration
Quality Gates, Diagnose/Logging, reproduzierbare Builds und saubere Übergaben (remote-first erprobt)
Automatisierungsintegration (SPS/I/O)
Trigger/Handshake, Prüfzustände, Ergebnis-Codes, taktrobuste Abläufe - in Zusammenarbeit mit Automatisierungspartnern
HMI & Diagnose
bedienerorientierte Ergebnisdarstellung (OK/NOK, Fehlerklassen), Debug-/Fehlerbilder, Ursachenanalyse im Betrieb (z. B. WPF / Anlagen-HMI-Anbindung)
Testbarkeit & Abnahme
dokumentierte Testfälle, Abnahme-/Akzeptanztests, Freigabe- und Regression Checks, nachvollziehbare Qualitätskriterien
Technologie Stack
Einschlaegige Berufserfahrung
2022 - heute
Rolle: Computer Vision Engineer
Kunde: auf Anfrage
Aufgaben:
Freier Berater Entwicklungsingenieur für Bildverarbeitungssysteme, Entwicklung von Algorithmen zur Bild- und 3D-Daten-Verarbeitung
2017 - 2022
Rolle: Entwicklungsingenieur Bildverarbeitung
Kunde: Datron AG
Aufgaben:
2015 - 2017
Rolle: Entwicklungsingenieur Bildverarbeitung
Kunde: VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH
Aufgaben:
2014 - 2015
Rolle: Projektingenieur Konzeptentwicklung
Kunde: BMW AG, München
Aufgaben:
Entwicklung eines Schnittstellenkonzeptes für den effizienten Zugriff auf Massendaten aus der Steuergerätekommunikation im Automotive-Umfeld
2008 - 2014
Rolle: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Kunde: Technische Universität Ilmenau
Aufgaben:
Forschung und Prototyping
06/2019 - 06/2021
Forschungsprojekt "Smarte Aufspannkontrolle" (Hochschule Darmstadt) - kamerabasiertes Einmessen von Rohteilen
11/2015 - 12/2016
Prototyp eines videobasierten Fahrzeug-Tracking-Systems (Python/OpenCV, PCL)
PROBLEM
Ein Multiview-Kamerasystem sollte zur Patientenlokalisation genutzt und mit bildgebenden Referenzdaten abgeglichen werden (Ziel: Reduktion des notwendigen Bestrahlungsvolumens). Engpass war die hochgenaue Erkennung und 6D-Verortung eines Kalibrierobjekts (Würfel mit optischen Markern) unter sehr strengen Toleranzen.
MEIN BEITRAG
Umsetzung der Kernkomponenten für präzise Pose-Schätzung im Multiview-Setup: Marker-/Target-Erkennung, robuste 6D-Lokalisierung über mehrere Kameraperspektiven, Koordinatentransformationen sowie Qualitätsprüfungen (Outlier-Handling, Plausibilisierung) für reproduzierbare Ergebnisse. Validierung über eine hochpräzise vermessene Plattform, auf der definierte Relativbewegungen/Umpositionierungen des Kalibrierobjekts messbar waren.
ERGEBNIS
Reproduzierbare, hochgenaue Verortung innerhalb der geforderten Toleranzen (unter 0,2 mm Positionsabweichung und unter 0,1° Orientierungsabweichung im Validierungsaufbau) als Grundlage für den Abgleich mit bildgebenden Referenzdaten.
SCHWERPUNKT
Multi-View-Geometrie, präzise 6D-Lokalisierung, Qualitätsprüfungen und Transformationen, Numerische Optimierung
PROBLEM
Modelle aus der Python-Toolchain sollten in einer .NET-Produktumgebung laufen. Die Inferenz-Performance und die Deploybarkeit waren initial nicht ausreichend bzw. nicht robust genug für produktionsnahe Tests außerhalb von Python.
MEIN BEITRAG
Export nach ONNX und Aufbau/Anpassung einer Inferenz-Pipeline in C# (ML .NET / ONNX Runtime) mit Fokus auf wartbare, reproduzierbare Integration in die bestehende Produktpipeline. Optimierung auf maximale Laufzeit-Performance auf den Zielsystemen (inkl. Runtime- und Pipeline-Tuning).
ERGEBNIS
Performante und stabile Inferenz in der .NET-Produktumgebung als Grundlage für produktionsnahe Tests und weitere Validierung der Modelle außerhalb der Python-Toolchain.
SCHWERPUNKT
Performance-/Deployment-Engineering für Modellinferenz in .NET, robuste Integration in Produktpipelines
PROBLEM
In einer Produktionslinie zur Bearbeitung von Stahlstäben sollten Defekte im laufenden Prozess zuverlässiger erkannt werden. Bis dahin war produzierter Ausschuss nur eingeschränkt bzw. zu spät erkennbar, was zu einem erhöhten Risiko von Reklamationen sowie entsprechendem Aufwand in der Abwicklung führte. Ziel war der Aufbau eines ML-basierten Verfahrens, das Defekte frühzeitig erkennt und im nächsten Schritt klassifiziert, um Maßnahmen im Prozess sowie eine belastbare Nachverfolgbarkeit zu ermöglichen.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Reproduzierbare ML-Pipeline inkl. trainierter Modelle für Anomalie-Detektion und Defektklassifizierung sowie dokumentierter Evaluationslogik (Metriken/Fehleranalyse) als Grundlage für die kundenseitige Betriebs- und Impactbewertung.
SCHWERPUNKT
ML-basierte Qualitätsprüfung, Anomalie-Detektion + Klassifizierung, Daten-/Label-Qualität, reproduzierbares Training & Evaluation, iterative Optimierung
PROBLEM
In einer Fertigungsanlage für großformatige Batteriezellen sollte eine optische Prüfeinheit sicherstellen, dass (a) die Zellenverbünde vollständig bestückt sind und (b) die Zellenoberflächen korrekt gereinigt wurden. Die Prüfung musste in die Produktionslinie integriert werden und trotz Linienbedingungen (Takt, Umgebungslicht, Reflexionen, Fertigungstoleranzen) robuste, nachvollziehbare Ergebnisse liefern. Zusätzlich handelte es sich um ein Mehrkamerasystem, dessen Kameras geometrisch konsistent ausgerichtet und stabil betrieben werden mussten.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Produktionsnah in Betrieb genommene optische Prüfeinheit für Bestückungs- und Reinigungsprüfung mit stabiler Mehrkamera-Geometrie (Kalibrierung/Alignment) und SPS-integriertem Prüffluss. Abnahmefähig inkl. Testfällen und HMI-tauglicher Ergebnis-/Diagnoseausgabe, sodass die Lösung durch Betrieb/QS verlässlich genutzt und bewertet werden konnte.
SCHWERPUNKT
Produktionsrobuste Bildverarbeitung, Mehrkamera-Kalibrierung & Alignment, SPS-/Linienintegration, HMI-/Diagnoseausgabe, Test- und Abnahmefähigkeit
PROBLEM
In der Qualitätssicherung einer Fräsfertigung sollte ein Prüfsystem aufgebaut werden, in dem ein SCARA-Roboter Prüflinge automatisch aus einem Input-Tray greift, reproduzierbar in ein Messgerät einlegt/positioniert und anschließend in ein Output-Tray zurückführt. Zentrale Herausforderung war eine robuste, prozesssichere Erkennung und Lokalisierung der zylindrischen Prüflinge im Tray unter realen Produktionsbedingungen (z. B. Lagevariation, wechselnde Oberflächen/Reflexionen, Umgebungslicht), sodass Greifen und Einlegen ohne manuelle Nacharbeit zuverlässig funktionieren.
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Ein betriebsfähiges, automatisiertes Pick-and-Place-Prüfsystem mit zuverlässiger Prüflingslokalisierung als Voraussetzung für stabilen Robotereinsatz in der Qualitätssicherung. Die Erkennungs- und Kalibrierlogik war so ausgelegt, dass die Anlage reproduzierbar betrieben, Abnahmekriterien nachvollziehbar geprüft und der Betrieb durch das QS-Team eigenständig sichergestellt werden konnte.
SCHWERPUNKT
Robuste Detektion/Lokalisierung für Robotik-Pick-and-Place, Kalibrierung & Koordinatentransformation, Automatisierungsintegration (Trigger/Handshake), .NET-Produktintegration, Inbetriebnahme, Abnahme & Übergabe
PROBLEM
Eine zu hohe False-Positive-Rate in der Merkmalsdetektion führte im industriellen Umfeld zu Erkennungsfehlern, Abbrüchen sowie Kalibrier-/Einrichtaufwand bis hin zu Produktionsstillständen.
MEIN BEITRAG
Systematische Analyse der Fehlerbilder, Aufbau eines Trainings-/Validierungsprozesses und Umsetzung einer neuronalen Klassifizierung zur Kandidatenprüfung (Training + Runtime). Integration in die bestehende Detektionspipeline inklusive produktnaher Einbindung in .NET.
ERGEBNIS
Im Holdout-Testset sank die Anzahl der False Positives von 1400 auf 100 (? ?93%, Faktor 14). Seit Projektende sind keine weiteren Tickets zur False-Positive-Problematik aufgetreten.
SCHWERPUNKT
Robustheit in Detektionspipelines, Fehleranalyse, produktnahe ML-Integration in .NET
PROBLEM
Werkstücke sollten zuverlässig auf ihren Nullpunkt eingemessen werden - auch dort, wo die taktile Messung an Grenzen stößt (z. B. Geometrie/Marker nicht antastbar oder Werkstücke zu flach für das taktile Anmessen). Ohne robuste Einmessung waren bestimmte Werkstücktypen praktisch nicht oder nur mit hohem Aufwand bearbeitbar.
MEIN BEITRAG
Auswahl der Vision-Komponenten und Integration der Messsoftware in die Maschinen-Bedienoberfläche. Konzeption und Umsetzung der Einricht- und Kalibrierlogik: definierte Messfahrten, Erzeugung von Referenzmessdaten über ein Testmuster, robuste Mustererkennung sowie Verrechnung/Transformation der Referenzdaten auf spätere Messungen im Betrieb.
ERGÄNZEND
Umsetzung/Parametrierung von Teilen der Prüflogik für die On-device-Ausführung auf einer Smart-Camera-Plattform (HALCON Runtime auf Geräte-Hardware) zur taktrobusten Verarbeitung im Maschinenumfeld.
ERGEBNIS
Optische Nullpunkt-Einmessung mit ca. 0,1 mm Messgenauigkeit und damit Bearbeitbarkeit von Werkstücktypen, die zuvor taktil nicht zuverlässig messbar waren. Reduzierter manueller Einrichtaufwand durch reproduzierbaren Mess- und Korrekturablauf.
SCHWERPUNKT
Präzisionsmessung, reproduzierbare Mess-/Korrekturpipeline, Integration & Qualitätslogik, Numerische Optimierung
PROBLEM
In teilautomatisierten Fertigungsabläufen variieren pro Auftrag relevante Parameter (z. B. welches Werkstück gefertigt wird, welches Programm geladen wird, welches Werkzeug eingesetzt wird). Um diese Variabilität im Prozessalltag effizient und fehlerarm abzubilden, sollte innerhalb der Maschine eine Möglichkeit geschaffen werden, QR-Codes und Barcodes zuverlässig auszulesen und daraus Prozessentscheidungen abzuleiten. Die Herausforderung lag in der robusten Lesbarkeit unter realen Fertigungsbedingungen: wechselnde Lichtverhältnisse (Hallenlicht, Oberlichter, Fensterstandorte), stark unterschiedliche Kontraste, positive/negative Codes sowie Codes direkt auf Metalloberflächen (z. B. gefräst, geringer Kontrast) und potenzielle Teilverdeckungen (z. B. Späne).
MEIN BEITRAG
ERGEBNIS
Ein stabiler, produktiver Baustein zur QR-/Barcode-Lesung in der Maschine, der die Generalisierung und Automatisierung variabler Fertigungsabläufe unterstützt und den Prozessalltag der Endkunden vereinfacht (weniger manuelle Parametrierung, weniger Fehlbedienung bei wiederkehrenden Abläufen).
SCHWERPUNKT
Robust Reading unter Fertigungsbedingungen, variable Beleuchtung/Kontrast, 1D/2D-Code-Erkennung, prozessintegrierter Workflow in Maschinenumgebungen
PROBLEM
In großen CNC-Fräsmaschinen sollte der Maschinenraum als zusammenhängendes Übersichtsbild verfügbar sein, um das Anmessen/Positionieren großer Werkstücke zu vereinfachen. Eine Einzelaufnahme (Weitwinkel) deckt den relevanten Bereich nicht ausreichend ab. Entscheidend war nicht photometrisch "perfektes" Stitching, sondern eine geometrisch konsistente Darstellung, sodass Kanten/Strukturen ohne Versatz über Kachelgrenzen hinweg erscheinen.
MEIN BEITRAG
Konzeption und Umsetzung einer Pipeline für kalibriertes Mosaicing / Image Registration auf einer definierten Referenz-/Messebene (Maschinentisch/typische Werkstückebene). Nutzung der vorhandenen Achssystem-zu-Kamera-Extrinsik zur Projektion in ein gemeinsames Koordinatensystem, Entzerrung über Intrinsik, planare Registrierung (Homographie) und Generierung des großformatigen Mosaiks mit Fokus auf Kantenkontinuität statt Belichtungsangleichung.
ERGEBNIS
Großformatiges, geometrisch konsistentes Übersichtsbild als Grundlage für eine intuitivere Bedienung und ein vereinfachtes Positionieren großer Werkstücke. In der Praxis deutliche Reduzierung von Messwiederholungen bei großen Rohteilen, weil zusammenhängende Kanten über Kachelgrenzen hinweg ohne störende Versatzbrüche darstellbar waren.
SCHWERPUNKT
Bildregistrierung/Alignment, Rektifizierung in Referenzebene, geometrisch konsistentes Mosaicing
PROBLEM
Eine weitwinklige Übersichtskamera sollte neben Live-View/Navigation als präzise Grundlage zur Ansteuerung weiterer Messmittel (u. a. Messtaster) dienen. Durch die Weitwinkeloptik war eine robuste Extrapolation bis in Randbereiche notwendig. Zusätzlich lag ein Sonderfall vor: Für die Kalibrierung stand nur ein 3-Achs-System zur Verfügung (nur Translation) - gängige Standardverfahren, die Rotation/Translation des Kalibrierobjekts voraussetzen, waren dafür nicht zuverlässig einsetzbar.
MEIN BEITRAG
Entwurf und Implementierung einer eigenen Kalibrierpipeline in C#/.NET mit EmguCV/OpenCV inkl. stabiler Parameterschätzung über Levenberg - Marquardt. Zusätzlich: Migration von Bestands-Kalibrierdaten für den zuverlässigen Einsatz auf bereits ausgelieferten Maschinen.
ERGEBNIS
Robuste und hochpräzise Achssystem-zu-Kamera-Kalibrierung trotz Weitwinkeloptik und eingeschränkter Beweglichkeit (Translation-only). Über die installierte Basis hinweg stabile Kalibrierqualität ohne auffällige Zunahme kalibrierungsbezogener Tickets/Servicefälle (? 300 Maschinen im Feld über >2 Jahre beobachtbar).
SCHWERPUNKT
Kamerakalibrierung (Intrinsik/Extrinsik), Modellbildung, numerische Optimierung, messgenaue Transformationen
2010 - 2015
Promotionsstudium - Dr.-Ing. Medientechnologie
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Thema: Bildbasierte Kamerapositionserkennung
2000 - 2007
Dipl.-Ing. Medientechnologie
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Profil
Dr.-Ing. entwickelt und integriert produktionsreife Computer-Vision-Systeme für Industrie, MedTech und Biotech - von der Konzeptphase über robuste Algorithmik bis zur Inbetriebnahme und Übergabe in den Betrieb. Sein Profil verbindet präzise Geometrie (Kalibrierung, Koordinatentransformationen, Multi-View/6DOF-Pose, (subpixel-)Registrierung) mit praxisnaher Qualitätsprüfung (Anwesenheit/Oberfläche, Robotik-Pick-and-Place, Traceability via QR/Barcode, Line-Scan-Messverfahren) und HMI-tauglicher Bedien- und Diagnoseintegration. Er liefert abnahmefähige Lösungen inklusive Automatisierungsanbindung (Trigger/Handshake, Ergebnis-Codes), Testfällen/Validierung, Logging/Fehlerbildern sowie nachhaltiger Stabilisierung im laufenden Betrieb. ML setzt er gezielt ein, wenn klassische Verfahren an Grenzen stoßen - von robustem Target-Filtering bis zu Anomalie-Detektion/Klassifizierung mit reproduzierbaren Trainings- und Evaluationspipelines.
Technologiefokus
C#/.NET (aktuell u. a. .NET 8.0)
Architektur, Integration, Wartbarkeit, Performance
OpenCV in .NET
EmguCV / OpenCvSharp in produktiven Systemen (Kalibrierung, Geometrie, Detektion)
HALCON
robuste Detektion/Segmentierung/Messung sowie geometrische Vision (Kalibrierung, Alignment, Koordinatentransformationen, Multi-View/6DOF-Pose) - mit Fokus auf betriebssichere Umsetzung
Kamerakalibrierung & Geometrie
Intrinsik/Extrinsik, präzise Koordinatentransformationen, messgenaue Abbildung in Referenzebenen
Optische Korrekturen
Modellierung und Parameterschätzung für Verzerrungen/Artefakte (z. B. Entzerrung als Pipeline-Baustein)
Bildregistrierung / Alignment
planare Transformationen (z. B. Homographie), kantenkonsistente Überlagerung, Qualitätskriterien
Large Image / Performance Engineering
speicher- und laufzeitbewusste Verarbeitung als Designprinzip
Numerische Optimierung
z. B. Levenberg - Marquardt und Bundle Adjustment für stabile Parameterschätzung
Produktintegration
Quality Gates, Diagnose/Logging, reproduzierbare Builds und saubere Übergaben (remote-first erprobt)
Automatisierungsintegration (SPS/I/O)
Trigger/Handshake, Prüfzustände, Ergebnis-Codes, taktrobuste Abläufe - in Zusammenarbeit mit Automatisierungspartnern
HMI & Diagnose
bedienerorientierte Ergebnisdarstellung (OK/NOK, Fehlerklassen), Debug-/Fehlerbilder, Ursachenanalyse im Betrieb (z. B. WPF / Anlagen-HMI-Anbindung)
Testbarkeit & Abnahme
dokumentierte Testfälle, Abnahme-/Akzeptanztests, Freigabe- und Regression Checks, nachvollziehbare Qualitätskriterien
Technologie Stack
Einschlaegige Berufserfahrung
2022 - heute
Rolle: Computer Vision Engineer
Kunde: auf Anfrage
Aufgaben:
Freier Berater Entwicklungsingenieur für Bildverarbeitungssysteme, Entwicklung von Algorithmen zur Bild- und 3D-Daten-Verarbeitung
2017 - 2022
Rolle: Entwicklungsingenieur Bildverarbeitung
Kunde: Datron AG
Aufgaben:
2015 - 2017
Rolle: Entwicklungsingenieur Bildverarbeitung
Kunde: VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH
Aufgaben:
2014 - 2015
Rolle: Projektingenieur Konzeptentwicklung
Kunde: BMW AG, München
Aufgaben:
Entwicklung eines Schnittstellenkonzeptes für den effizienten Zugriff auf Massendaten aus der Steuergerätekommunikation im Automotive-Umfeld
2008 - 2014
Rolle: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Kunde: Technische Universität Ilmenau
Aufgaben:
Forschung und Prototyping
06/2019 - 06/2021
Forschungsprojekt "Smarte Aufspannkontrolle" (Hochschule Darmstadt) - kamerabasiertes Einmessen von Rohteilen
11/2015 - 12/2016
Prototyp eines videobasierten Fahrzeug-Tracking-Systems (Python/OpenCV, PCL)