In diesem Großprojekt wurde ein neues System für das
Leasing- und Finanzierungsgeschäft des Kunden, von der
Anfrage bis zum Vertragsabschluss bzw. -ablehnung,
entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Eigenentwicklung
die über Schnittstellen mit Komponenten aus dem SAPStandard
interagiert. Ziel des Projekts war die Entwicklung
einer Lösung, die einfach zu warten ist sowie neue Funktionen
umfasst. Hierdurch kann die Effizienz der Mitarbeiter
gesteigert und die laufenden Kosten gesenkt werden.
Als Benutzeroberfläche wurden mehrere, teils komplexe
WebDynpro-Anwendungen entwickelt. Insgesamt werden in
den Anwendungen mehr als 40 WebDynpro-Komponenten
verwendet, die verschiedene fachliche Aspekte wie Vorgänge,
Produkte, Partner, Kommunikation und vieles mehr abbilden
und in verschiedenen Konfigurationen zusammenarbeiten.
Zur Integration der Komponenten werden sowohl Floorplans
eingesetzt um größere, fachlich zusammenhängende
Varianten zu bilden, als auch Einbettung auf
Komponentenebene zur Wiederverwendung kleinerer
Komponenten.
Die Entwicklung der Floorplans wurde durch ein
eigenes Framework zur Eventsteuerung sowie zum Aufruf aus
einer Workflow-Engine ergänzt.
Die Qualität der Entwicklung wurde regelmäßig über Peer-
Reviews durch andere Entwickler sowie eigene Varianten im
Code Inspector sichergestellt. Sämtliche Dialoge wurden durch
das Frauenhofer Institut auf Usability geprüft und
abgenommen. Darüber hinaus wurde ein neues Theme, angelehnt an das Corporate Design, durch Anpassung der CSS-Dateien
umgesetzt.
Das Backend basiert auf fachlichen Komponenten, die unter
Verwendung eines eigenen ECB-Frameworks entwickelt
wurden und somit strikt die Business Logik von der Darstellung
entkoppeln.
Das Software-Design, sowohl für die Backend-Komponenten
als auch für das Frontend, erfolgte auf Basis von UML 2.0 im
Enterprise Architect. Als Schnittstelle zwischen Fachbereich
und Entwickler war insbesondere als Software Designer eine
enge Zusammenarbeit mit beiden Teams unerlässlich, um
Fragen schnell klären zu können und Rückflüsse aus der
Realisierung zeitnah in Design und Fachkonzept umzusetzen.
In der Testphase wurden sämtliche Tests und Defects über das
HPQC, später über das HP ALM erfasst und bearbeitet.