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Internet of Things – fit für den Projektmarkt

Diese Skills brauchen IT-Freelancer für das Internet of Things

16.11.2016
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Das Internet of Things (IoT) ist derzeit einer der wichtigsten Trends in der IT-Branche. Scheinbar überall wird an der Vernetzung der reellen Welt mit dem Internet gearbeitet. Zahlreiche Unternehmen evaluieren, wie sie die neuen Möglichkeiten des IoT am besten nutzen können. Maschinenbauunternehmen statten ihre Anlagen mit Sensoren aus und vernetzen diese, um Fabriken smarter zu machen. Erste Krankenkassen arbeiten an speziellen Tarifen für Versicherte mit Fitness-Trackern, die körperlich aktive Mitglieder mit besonderen Prämien belohnen. Die Einsatzbereiche sind breit gefächert und die Innovationsvielfalt groß. Das verspricht auch für IT-Freelancer spannende Projekte.

Die Digitalisierung scheint also in vollem Gange – oder? Laut einer Studie der Unternehmensberatung Horvàth & Partners gibt es hierbei noch einige Hemmschuhe. So fehlt es in vielen Unternehmen an den notwendigen zeitlichen Ressourcen der eigenen Mitarbeiter, sich um Digitalisierungsprojekte zu kümmern. Für IT-Freiberufler auf der anderen Seite bedeutet das rosige Auftragschancen.

Fit für die Zukunft

Aber welche Skills sollten IT-Freelancer besitzen, um zur richtigen Wahl für IoT-Projekte zu werden? Rein technisch gesehen wurde im Internet of Things das Rad nicht neu erfunden. Dauerbrenner wie Java, Java Script, C, Python oder C++ sind laut einer Studie der Eclipse Foundation die Top-Programmiersprachen im Internet der Dinge. Diesen Trend spiegelt auch der GULP Projektmarktindex wider, der die über GULP angebotenen Projektangebote unter die Lupe nimmt. Java führt dort schon lange die Liste der Programmiersprachen an, die Nachfrage ist allerdings im letzten Jahr noch weiter gestiegen.

Linux ist für die Befragten der Eclipse-Studie bei weitem das favorisierte Betriebssystem im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge. Über 70 Prozent nutzen das OS für ihre IoT-Anwendungen. So deutlich hat sich das Betriebssystem in den GULP Projekten noch nicht abgesetzt, doch im „ewigen Kampf“ mit Microsoft scheint sich Linux langsam aber sicher zu behaupten. Es bleibt spannend, wie sich das Verhältnis in Zukunft entwickelt, wenn immer mehr IoT-Projekte zur Ausschreibung stehen.

Ein Blick über den Tellerrand

Doch wer sich dem Internet der Dinge verschreiben will, der muss nicht nur Programmiersprachen und Betriebssysteme im Auge haben. Ein weiterer Aspekt ist das Thema Sicherheit. In vielen Umfragen gehören Sicherheitsbedenken zu den größten Unsicherheitsfaktoren bei der Umsetzung von IoT-Projekten, so auch in der oben zitierten Eclipse-Umfrage. Und natürlich sind auch agile Methoden wie Scrum in diesem Bereich im Kommen. Sicherheitstechnologien/-konzepte sowie agiles Projektmanagement stehen also ebenfalls auf der IoT-Liste der gesuchten Skills.

Das Internet der Dinge verknüpft zudem Bereiche, die zuvor lange getrennt waren. Während heutzutage Backöfen oder Waschmaschinen mit WLAN keine allzu große Seltenheit mehr sind, hätte vor zehn Jahren kaum einer geglaubt, dass Haushaltsgeräte irgendwann etwas mit dem Internet zu tun haben würden. IoT-Entwicklungsprojekte bedeuten also für die Beteiligten immer auch, über den IT-Tellerrand hinaus zu blicken. In Industrie 4.0 Projekten beispielsweise ist es hilfreich, ein bestimmtes Maß an Fertigungswissen zu haben und wichtige Konzepte wie Lean Production zu kennen. So fällt es leichter, die Anforderungen an eine intelligente Fabrik zu verstehen und in Code zu übersetzen. Welche Daten müssen wie erhoben werden? Was sagen sie aus? Welche Vorgaben und Einschränkungen ergeben sich aus Lean Production? Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich also auf jeden Fall.

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