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SPS – schlecht bezahlter Standard?

Quick Check SPS

13.11.2017
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Mit unseren Quick Checks nehmen wir die wichtigsten IT- und Engineering-Skills unter die Lupe. Wie haben sich Angebot und Stundensätze in den letzten zwölf Monaten entwickelt und wie sieht die regionale Verteilung aus? Dieses Mal untersuchen wir den Markt für SPS-Programmierer und -Entwickler.

Als Datenbasis dienten uns dabei der GULP Trend Analyzer, der GULP Projektmarktindex sowie der GULP Stundensatzkalkulator.

  • Die ersten SPS-Systeme kamen in Deutschland Mitte bis Ende der Siebzigerjahre auf den Markt. Heute ist SPS die gängigste Form, um industrielle Maschinen und Geräte digital zu steuern.
  • SPS-erfahrene Freelancer werden von vielen Firmen gesucht. Dabei schließen die Anforderungen neben der Einrichtung speziell zugeschnittener SPS-Systeme teilweise auch die Programmierung der Anwenderprogramme durch qualifizierte Softwareentwickler mit ein.
  • SPS löst weitestgehend die verbindungsprogrammierte Steuerung (VPS) ab. Im Rahmen von Industrie 4.0 kommen wiederum immer häufiger die sogenannten Edge-Controller statt SPS-Steuerungen zum Einsatz.

Der Projektmarkt für SPS

Im Vergleich zur Gesamtzahl aller Projektanfragen, die in den letzten 12 Monaten über die GULP Server an die Freiberufler herausgingen, nimmt SPS einen vergleichsweise geringen Anteil ein. Nur 0,7 Prozent aller Anfragen richteten sich an SPS-Experten. In „harten Zahlen“ waren dies 2.478 Anfragen für 141 Projekte. Somit werden pro ausgeschriebener Projektposition rund 18 Freelancer angeschrieben – deutlich mehr als über alle Anfragen gerechnet. Trotz des relativ geringen Marktvolumens sind freiberufliche SPS-Experten also dennoch sehr gefragt.

Nachfrageentwicklung: Die Perspektive entscheidet

Trend: Nachfrage SPS

Der durchschnittliche Anteil der Projektanfragen für SPS-Experten an allen Anfragen in Höhe von 0,7 Prozent ergibt sich durch relativ starke Schwankungen in der Nachfrage. Diese war in den letzten 12 Monaten im Oktober 2016 anteilsmäßig mit 1,4 Prozent am stärksten. Den Tiefpunkt findet man im März 2017 mit 0,4 Prozent. Über das Jahr gesehen zeigt die Trendlinie somit insgesamt nach unten. Doch das bedeutet noch lange nicht das Ende von SPS.

Trend: Nachfrage SPS der letzten drei Jahre

Die Entwicklung über die letzten drei Jahre zeigt: Die Trendlinie geht weiter nach oben.

Stundensätze: deutlich unter Durchschnitt

In Sachen Stundensatz hinken SPS-Entwickler und -Programmierer deutlich dem Durchschnitt hinterher. 66,74 Euro betrug der Stundensatz in den letzten zwölf Monaten. Das sind ganze 13 Euro weniger als der Gesamtdurchschnitt von 79,76 Euro. Jedoch muss man fairerweise sagen, dass in der IT-Branche allgemein höhere Stundensätze gelten als in industrienahen Zweigen. So verdienten CAD-Experten in den letzten zwölf Monaten ähnlich, nämlich im Durchschnitt 67,92 Euro.

Verteilung Stundensätze SPS

Bei der Verteilung der gerundeten Stundensätze bewegt sich ein sehr großer Teil zwischen 60 und 80 Euro, nämlich 78,9 Prozent. Die Kurve ist damit deutlich spitzer als bei vielen anderen Skills oder dem Gesamtdurchschnitt. Ein sehr geringer Anteil verdient über 100 Euro: Nur 3,6 Prozent fordern einen dreistelligen Stundensatz.

Top Drei Regionen

In welcher Region gibt es die meisten SPS-Projekte? Erstaunlicherweise nicht in den üblichen Top-Regionen wie München oder Frankfurt am Main. Bei SPS dominiert Baden-Württemberg (Postleitzahlen-Gebiet 7): 15,1 Prozent aller über GULP laufenden Projektanfragen für SPS wurden für diese Region getätigt. Die Plätze zwei und drei teilen sich die Postleitzahl-Region 3 (Kassel, Göttingen, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Bielefeld) sowie Ost-Westfalen (Postleitzahl-Gebiet 4).

Doch werden hier auch die höchsten Stundensätze geboten? Die Antwort lautet dieses Mal: Ja. Denn zusammen mit der Postleitzahlen-Region 6 (Großraum Frankfurt am Main) unterscheiden sich die dort erzielten Stundensätze nur um Cent-Beträge. Spitzenreiter im gesamten deutschsprachigen Raum ist wenig überraschend die Schweiz: Umgerechnet 90,58 Euro können eidgenössische SPS-Experten verlangen. Auf den hinteren Plätzen liegen erneut die neuen Bundesländer mit den Postleitzahl-Gebieten 0 (58,72 Euro) und 1 (62,82 Euro).

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Lesermeinungen zum Artikel

2 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 3 Kommentare

  • Stundensatz

    Paul.Raeber@t-online.de am 17.11.2017 um 11.23 Uhr

    Mich wundert immer wieder der Stundensatz > 69. Die Vermittler haben mir bei 300 Anfragen 2016/2017 im Großraum München meistens ca. 65.-- in Aussicht gestellt. Ende 2017 erhielt ich 70.-- (20 Jahre im Bereich tätig) Visual Studio und DB (Oracle, Ms SQL Server) im Industriellen Bereich als Folgeprojekte. Ich kenne niemanden der Über Vermittler >70.-- bekommt.

  • Lalou am 15.11.2017 um 19.29 Uhr

    Da machst Du eindeutig was falsch. Inzwischen erzeile ich in Thüringen 70€. Stuttgard solltedeutlich darüber liegen. Sicher ist das ganze auch noch von anderen Faktoren abhängig. Ein Kunde der mich seit 10 Jahren immer wieder bucht ist evtl. noch beim Preis von 2007.

  • hätte ich auch gerne

    Ludo Vleeshhouwer am 15.11.2017 um 11.21 Uhr

    ohne Reisekosten erziele ICH in Stuttgart nur ganz selten mehr als 55€, trotz 35++ Jahre Erfahrung und "prämiumskills" wie z.B. Transline , über "Vermittler" eher weniger, bei direktem Kundenkontakt auch mal etwas mehr......

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