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Das Erfolgsdreieck Skills, Know-how, Projektrolle – was lohnt sich für Freelancer?

GULP Freelancer Studie Teil 2: Rund um Projekte und Skills

07.02.2018
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Wer als Freelancer erfolgreich sein will, sollte immer auch den Markt im Auge behalten und sein eigenes Portfolio strategisch nach Angebot und Nachfrage ausrichten. Die GULP Freelancer Studie ist eine wertvolle Informationsquelle dafür, denn sie liefert neben den Angaben zur finanziellen Situation und zur Zufriedenheit der Umfrageteilnehmer auch wichtige Einschätzungen von Marktexperten für Marktexperten. Wir haben daher untersucht, was die ultimative Erfolgskombination aus Skills, Fachwissen und Projektrolle ist, um als Freelancer mit möglichst hohem Honorar durchstarten zu können. Welche (Soft-) Skills müssen freiberufliche Experten mitbringen, um erfolgreich zu sein? Auf welche Fachgebiete lohnt es sich zu spezialisieren? Und welche Projektrolle ist die lukrativste?

Was müssen Freelancer können?

Zum zweiten Mal fragten wir in der GULP Freelancer Studie nach den wichtigsten (Soft-) Skills (Mehrfachantworten waren möglich). Der Punkt „selbstständiges Arbeiten“ steht auch wie im letzten Jahr hoch im Kurs und hat mit 89,3 Prozent sogar noch an Boden gut gemacht. Aus den freien Antworten im letzten Jahr nahmen wir zudem die Punkte Zuverlässigkeit und soziale Kompetenz/Kommunikationsfähigkeit in die Auswahlliste auf. Wie sich zeigte zu Recht, denn die beiden Kategorien schafften es direkt auf Platz zwei und drei. Breites fachliches Know-how – im letzten Jahr auf dem zweiten Platz – belegt dadurch mit 73,1 Prozent „nur“ noch Rang vier. Der Punkt „Teamfähigkeit“ rundet die Top Fünf der wichtigsten Skills ab und zeigt: Nur weil man von der Tätigkeitsform her vielleicht eine „One-Man-Show“ ist, heißt das noch lange nicht, auch im Projektalltag für sich alleine zu stehen.

Welche weiteren Skills brauchen IT- und Engineering-Freelancer?

Finden Sie es heraus und laden Sie sich den zweiten Teil der GULP Freelancer Studie rund um Projekte und Skills herunter – selbstverständlich kostenfrei.

Welches Fachwissen sollten Freelancer besitzen?

Neben oben genannten Punkten, die sich grob unter die Kategorie „Soft Skills“ zusammenfassen lassen, interessierte uns natürlich auch, welche fachlichen Themen die Umfrageteilnehmer in Zukunft für besonders wichtig erachten. Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich. An erster Stelle steht in diesem Jahr das Thema Datensicherheit, das sich vom letztjährigen zweiten Rang an die Spitze schob und zudem rund zehn Prozentpunkte auf 78,9 Prozent zulegte. Auf Platz zwei findet sich in diesem Jahr das Thema Cloud, dessen Nennungsanteil mit 76,4 Prozent um 17 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert liegt. Das Top-Thema aus dem letzten Jahr – mobile Anwendungen – belegt dieses Jahr nur noch Platz drei, allerdings ging der prozentuale Anteil derer, die den Skill als immer wichtiger erachten, nur um 1,2 Prozentpunkte zurück. In diesem Jahr wurden auch Big Data und Industrie 4.0 in die Liste aufgenommen. Big Data schaffte es mit 68,2 Prozent auf Anhieb in die Top Fünf.

Wollen Sie wissen, wo weitere Trendthemen wie Industrie 4.0 oder Internet of Things gelandet sind? Dann laden Sie sich kostenfrei unsere Freelancer Studie Teil zwei „Rund um Projekte und Skills“ herunter.

Die lukrativsten Projektrollen

Die dritte Stellschraube, die wir untersuchen, ist die Rolle im Projekt. Berater, Projektmanager, Konstrukteur, Tester – wer verdient hier am meisten? In diesem Jahr war es der Bereich „Planung, Konzeption, Entwurf“, der im Schnitt einen Stundensatz von 130 Euro für sich beanspruchen konnte. Doch es zeigt sich auch, dass es gerade in diesem Ranking große Schwankungen hinsichtlich des Durchschnittsstundensatzes gibt. Wir haben das fünfjährige Jubiläum der GULP Freelancer Studie zum Anlass genommen, Langzeitdurchschnitte zu bilden. So erhalten wir einen verlässlicheren Blick auf die lukrativsten Projektrollen.

Hier kristallisiert sich ein deutlicher Stundensatz-Sieger heraus: Am besten verdienen demnach Berater und Business- oder Prozessanalysten. Projektleiter, -manager etc. finden sich an zweiter Stelle wieder. Die Kategorie Planung, Konzeption und Enwurf landet auf dem dritten Platz.

Bonus: Mit der richtigen Ausbildung die Grundlagen schaffen

Welchen Bildungsabschluss sollte man mitbringen, wenn man auf die besonders lukrativen Rollen spekuliert? Offensichtlich scheint auf alle Fälle ein akademischer Abschluss wichtig zu sein, allerdings nicht wirklich mit einer speziellen Fachrichtung. Das liegt nahe, denn gerade Themen wie Beratung oder Projektleitung verlangen oft eher breites Wissen als eine tiefe Expertise in einem bestimmten Fach. Eine Ausnahme macht das Thema „Planung, Konzeption, Entwurf“: Hier finden sich größtenteils Diplom-Ingenieure und zwar fast zu gleichen Teilen von Uni oder FH. Interessanter wird es auf den jeweils zweiten Plätzen der Ausbildungswege für einzelne Rollen. So dominieren bei den Beratern die Informatiker, während beim Thema Projektmanagement, Projektleitung etc. die Diplom-Ingenieure die Nase vorn haben.

Verbindet man nun alle drei Dimensionen von Skills, Know-how und Rolle, so ist der erfolgreichste und am besten bezahlte Freelancer ein Berater für Datensicherheit, der besonders Wert auf eine selbstständige Arbeitsweise und Zuverlässigkeit legt. Während die grundsätzlichen (Soft-) Skills wahrscheinlich jedem Freelancer gut zu Gesicht stehen, sei natürlich nun nicht jedem Freiberufler geraten, sich auf Datenschutz und Beratung zu spezialisieren. Wäre das der Fall, sähen Nachfrage und Stundensatz im nächsten Jahr wegen „Marktüberschwemmung“ wahrscheinlich ganz anders aus. Auch eine Nischenspezialisierung kann lukrativ sein. Wichtiger als der eine oder andere Euro Stundensatz mehr sollte ohnehin sein: das tun, wofür man sich interessiert und was einem Spaß macht.

GULP Freelancer Studie: Daten und Fakten rund um den IT- und Engineering-Projektmarkt

Bereits zum fünften Mal nimmt die GULP Freelancer Studie die aktuelle Situation der IT- und Engineering-Freelancer unter die Lupe nimmt: In welchen Unternehmen und Branchen sind Freelancer tätig? Wie lange dauern die Projekteinsätze und wie viel arbeiten die Freelancer währenddessen? Wie zufrieden sind die Experten? Und natürlich nicht zuletzt: Wie viel verdienen IT-/Engineering-Selbstständige? 

Lesermeinungen zum Artikel

4 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 1 Kommentar

  • weitgehende Übereinstimmung

    Jörg Iffländer am 09.02.2018 um 22.36 Uhr

    als Freelancer mit den Themenschwerpunkten Datensicherheit und Datenschutz kann ich den dargestellten Trend ohne wenn und aber bestätigen. Nach wie vor, sind diese Themen bei den Unternehmen oft unsexy (kostet Geld, kein ROI). Wer sich erfolgreich zu diesen Themen platzieren möchte, sollte nicht nur der Nachfrage folgen, sondern auch leidenschaftlich Datensicherheit und Datenschutz verinnerlichen. Managementunterstützung zu gewinnen wird ohne diese Leidenschaft ein Leidensweg.
    4 von 5 Sternen: Ich glaube dem hohen Stellenwert von Teamfähigeit nicht. Gern zitiert, inhaltlich für Freelancer eher eine Phrase bzw. Selbstlüge. Ersetzt man Teamfähigkeit mit Integrationsfähigkeit, dann passt es.

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