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Big Data everywhere

Umfrageaufruf: Welche Erfahrungen haben Sie mit Big Data gesammelt?

23.12.2016
GULP Redaktion – Monika Riedl
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Weltweit verdoppelt sich die Menge an verfügbaren Daten alle zwei Jahre – laut EMC und IDC sollen das bis 2020 stolze 44 Zettabytes (44 000 000 000 Terabytes) sein. Nicht erst dann wird Big Data ein großes Thema sein, denn das Konzept gewinnt bereits seit einiger Zeit an Bedeutung. Gemeint sind damit Datenmengen, die zu groß, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind, um sie mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. In den letzten Jahren entwickelten sich aus dem nebulösen Buzzword in die Praxis umgesetzte Projekte. Ein paar Beispiele:

Prozesse optimieren

Im Maschinen- und Anlagenbau nutzen Unternehmen Analysemethoden, um Produktionsprozesse, den Einsatz von Ressourcen, Taktzeiten oder das Endprodukt zu optimieren. So zeigen sich oftmals Korrelationen, die sonst nicht erkennbar gewesen wären. Das eröffnet neue Aspekte für die Weiterentwicklung von Produkten, Material oder Prozessen.

Was die Kunden wollen

Im E-Commerce werden Informationen aus dem Webshop genutzt, um die Gewohnheiten der Kunden besser zu verstehen und sie darauf aufbauend gezielter ansprechen zu können. So lässt sich beispielsweise die Auswahl der angezeigten Produkte anhand früherer Käufe für jeden Kunden personalisieren, sodass dieser von der Vielfalt der Angebote nicht erschlagen wird. Optimal auf ihn zugeschnittene Empfehlungen sorgen dafür, dass er seinen Warenkorb womöglich noch weiter befüllt. Und durch die Analyse der Marktpreise für ein Produkt kann der Shopbetreiber jene besser vorhersagen. So stellt er sicher, dass er seine Kunden mit dem richtigen Angebot anspricht.

Was denkt die Welt über uns?

Einen Schritt weiter geht die sogenannte Sentimentanalyse, die auch beim US-Präsidenten-Wahlkampf angeblich eine große Rolle spielte. Das Unternehmen Cambridge Analytica soll für Trumps Wahlkampfteam Big-Data-Auswertungen mit psychologischen Verhaltensanalysen und zielgerichteter Werbung kombiniert haben. Auch wenn noch unklar ist, ob die Republikaner allein damit die Wahl gewinnen konnten, sind Informationen aus sozialen Netzwerken & Co. ein wahrer Schatz, um herauszufinden, wie die Zielgruppe tickt. In unstrukturierten Textdatenmengen finden sich – richtig ausgewertet – Hinweise auf Gefühle, Meinungen und Gedanken der Internetnutzer. Das ist die perfekte Ausgangsbasis, um mit dem Produktangebot oder mit Werbemaßnahmen genau den Bedarf und Geschmack der Zielgruppe zu treffen.

Personalwesen: das große Ganze erkennen

Ein nicht ganz so häufig zitiertes Anwendungsfeld für Big Data ist der Bereich Personalwesen. Werden zentrale Daten wie Personalressourcen, Gehaltskosten, das Arbeitsaufkommen und vieles mehr unternehmensweit verknüpft und ausgewertet, lassen sich so Vorhersagen zum künftigen Personalbedarf treffen. So zeigt sich besser und vor allem frühzeitiger, wo neu rekrutiert werden muss oder wo Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sinnvoll sind.

Briefkastenfirmen auf der Spur

Mit 2,6 Terabyte an Daten und 11,5 Millionen Dokumenten sind die Panama Papers das bisher größte Datenleak aller Zeiten. Diese Menge ohne Hilfe von Computern zu analysieren und dabei Zusammenhänge zu erkennen – nahezu undenkbar. Der Einsatz von Big-Data-Technologien erst brachte das ganze Ausmaß der komplexen Verhältnisse und Verträge zum Vorschein. Mit bemerkenswerten Konsequenzen: Gegen mehr als 6.000 Personen wird weltweit ermittelt, die von den Staaten eingetriebenen Geldforderungen belaufen sich auf insgesamt 110 Millionen US-Dollar.

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Dem Thema Big Data wollen wir uns in den kommenden Wochen in einer Artikel-Serie widmen. Dazu interessiert uns auch Ihre Meinung. Wie stehen Sie zum Thema Big Data? Welche Erfahrungen haben Sie bereits gemacht? Welche Aspekte interessieren Sie? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich Zeit für unsere Umfrage nehmen würden. 
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