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Bitkom Studie zeigt: Einsatz von IT- und Engineering-Freelancern wird in Zukunft steigen

16.03.2017
Maria Poursaiadi
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In einer neuen Studie widmete sich Bitkom Research der Frage nach dem Arbeitsplatz der Zukunft. Im Fokus standen dabei nicht nur der technologische Fortschritt in den Büros großer Unternehmen, sondern auch die Frage, welche Tätigkeitsformen in Bereichen wie der IT schwerpunktmäßig zum Einsatz kommen werden. Befragt wurden 303 IT-Vorstände, CIOs oder (Haupt-)Abteilungsleiter IT deutscher Unternehmen ab 500 Mitarbeitern befragt.

Heutige technische Innovationen in 15 Jahren Alltag

In einem ersten Schritt zielte die Befragung der Großunternehmen darauf ab, wie sie den technologischen Wandel in ihren Büros einschätzten. Dabei ließ Bitkom Technologien wie 3D-Druck-Verfahren, Drohnen und Service-Roboter beurteilen. Bei den Antworten kristallisierten sich schnell einige Spitzenreiter heraus. So glauben 73 Prozent aller Umfrageteilnehmer, dass die 3D-Technologie bis 2030 gänzlich zu unserem Büroalltag dazugehören wird. 59 Prozent erwarten darüber hinaus, dass die Datenbrille zum regelmäßigen Einsatz kommen und möglicherweise sogar die Desktop-Computer ablösen wird. Immerhin sprechen sich 48 Prozent aller Befragten für Bürodrohnen aus. Mit dem Gedanken, dass Service-Roboter uns auf den Fluren begegnen, konnten sich nur 23 Prozent der Teilnehmer anfreunden. Auch digitale Counterparts beziehungsweise virtuelle Avatare sind mit 13 Prozent eher die exotischen Zukunftsversionen.

Freiberuflereinsatz als Trend

Als ganz und gar nicht exotisch, sondern sich schon heute deutlich abzeichnend, wurde der projektbasierte Einsatz von IT- und Engineering-Freiberuflern bewertet. Denn mit der wachsenden Verbreitung neuer Technologien steigt auch die Nachfrage nach IT-Freiberuflern. Hiervon waren 45 Prozent der Umfrageteilnehmer überzeugt. Dafür, dass die Nachfrage zumindest konstant bleiben wird, sprechen sich immerhin 47 Prozent der Beteiligten aus. Nur 5 Prozent vermuteten, dass die Nachfrage abnehmen wird. Der Rest enthielt sich.

Doch abgesehen von den Entwicklungen in der Zukunft, ist die Bedeutung von IT- und Engineering-Freelancern bereits heute immanent. 72 Prozent aller Befragten messen externen Spezialisten schon jetzt große Bedeutung zu. Ein Wermutstropfen bleibt: Laut der Studie haben Freelancer bei den kleineren Unternehmen und Dienstleistern an Gewicht verloren. Hier ging es in der Bewertung jeweils um 12 Prozentpunkte nach unten. Aber auch diese Unternehmen gaben für die Zukunft an, dass IT- und Engineering-Freelancer eine immer stärkere Rolle für sie spielen werden (52 Prozent).

Gemessen am Projektvolumen planen die Unternehmen immer intensiver mit IT-Freiberuflern. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) geht von einem steigenden Anteil der Freiberufler-Arbeitsstunden am Projektvolumen aus. Nur sechs Prozent erwarten einen Rückgang. Der Anteil der von externen Spezialisten geleisteten Arbeitsstunden soll gegenüber dem vergangenen Halbjahr um 4 Prozentpunkte auf 25 Prozent steigen. Damit würde effektiv jede vierte Arbeitsstunde in IT-Projekten von Freiberuflern geleistet werden.

Lesermeinungen zum Artikel

5 von 5 Sternen | Insgesamt 1 Bewertung und 1 Kommentar

  • Was versteht man unter IT-Freiberufler in dieser Bitkom Studie?

    Fritz am 19.03.2017 um 01.43 Uhr

    Ist hier ein IT-Freiberufler als z.B. Programmierer, technischer Spezialist oder vielleicht Projekt Manager zu verstehen?
    Die Auswertung dieser Umfrage scheint nicht ganz nachvollziehbar, zumindest im Bereich von koordinativen Aufgaben, wenn man den aktuellen Trend weg von (Ge)Werkverträgen für Koordinativen Aufgaben hin zu AÜG Verträgen berücksichtigt.

    Antwort von der GULP Redaktion

    Lieber Leser,

    die Studie beschäftigt sich mit neuen Technologien und befragte IT-Vorstände und Abteilungsleiter IT in diesem Zusammenhang nach der Entwicklung der Nachfrage nach IT-Experten. Es ist somit sehr stark anzunehmen, dass es sich hier tatsächlich um die rein technische Qualifikation handelt und koordinative Aufgaben nicht im Vordergrund stehen.

    Beste Grüße
    Ihre GULP Redaktion

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