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GULP Stundensatz-Umfrage 2015: Banken und Automotive auf dem Vormarsch

29.10.2015
GULP Redaktion – Bernhard Krebs
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Der aktuelle durchschnittlich erzielte Stundensatz beträgt 80,50 Euro. Davon berichteten wir im ersten Knowledge Base Artikel zu unserer großen GULP Stundensatz-Umfrage. Im zweiten Teil geht es nun um die Branchen und Unternehmen, in denen Projektarbeit geleistet worden ist. Und wie schon 2014 gab es eindeutige Trends, jedoch mit mal mehr oder mal minder großen Verschiebungen.

Die Branchen der Freelancer

Die Frage nach den Branchen, in denen die IT- und Engineering-Freelancer aktuell tätig sind oder im vorigen Projekt waren, ergab folgende Antwortverteilung:

GULP Redaktion

Keine Veränderung zum letzten Jahr: Banken und Finanzinstitute, Automotive und IT sind die drei führenden Branchen, wenn es um IT- und Engineering-Projekte geht. Zusammen behaupten sie einen Projektanteil von 42,4 Prozent, was ein Plus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr ergibt.

Innerhalb dieser Trias ist jedoch eine Veränderung zu beobachten: Die Banken und Finanzinstitute lösten IT (2014 noch 16,3 Prozent) als Spitzenreiter ab, auf den zweiten Platz schob sich die Automotive Branche mit einem Sprung von 11,8 auf 14,2 Prozent. Dies ist angesichts der immer größer werdenden Relevanz der IT für die Banken- und Automobil-Branche auch nachvollziehbar.

Am unteren Ende des Rankings ist die Software Branche von einem Anteil von 3,8 auf 1,9 Prozent und damit auf den drittletzten Platz abgerutscht. Während die Beratung etwas Raum (1,1 auf 2,2 Prozent) gut machen konnte, behielt die Touristik Branche die rote Projektmarkt-Laterne.

Von kleinen Firmen und großen Konzernen

Im größeren Team oder als Einzelkämpfer, ein Mehr oder Weniger an Verantwortung, hoch komplexe Projekte oder einfache Lösungen – das sind nur einige Spezifika der Projektrealität, nach denen ein Freelancer seine Aufträge selektiert. Häufig spielt auch die Unternehmensgröße eine Rolle – vor allem dann, wenn der Fokus ein internationaler sein soll.

Bei der Frage nach der Unternehmensgröße antworteten unsere Befragten folgendermaßen:

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Unsere Beobachtung: Die Schere klafft weiter auseinander. Was in weiten Bereichen der menschlichen Gesellschaft als unvermeidbare Entwicklung konstatiert wird, scheint auch für den IT- und Engineering-Projektmarkt zu gelten. Über die Hälfte, genauer gesagt 52,2 Prozent aller befragten Freelancer sind in Unternehmen mit 5.000 Mitarbeitern und mehr beschäftigt.

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Im vergangenen Jahr waren es noch 48,3 Prozent. Der Anteil der Großunternehmen an den Beauftragungen von Freelancern wird noch deutlicher, wenn man die Projekteinsätze auf die unterschiedlichen Größenordnungen der Unternehmen verteilt. Hier kommt man auf sage und schreibe 70,7 Prozent bei den Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern.

Wenig überraschend dagegen der Blick auf das andere Ende der Schere: Nur 10,9 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage sind oder waren in einem Projekt bei einer Firma mit unter 100 Beschäftigten. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 3,1 Prozentpunkten – und die Erkenntnis, dass die kleinen und mittelgroßen Unternehmen entweder entsprechendes Know-how nicht benötigen oder in Kauf nehmen (müssen), auf Spezialwissen zu verzichten.

Jedenfalls gilt auch 2015 noch: Die meisten IT- und Engineering-Experten sind in Großunternehmen oder internationalen Konzernen tätig. Und daran wird sich aller Voraussicht nur langsam etwas ändern.

Wünschen Sie die genauen prozentualen Angaben und mehr Details, dann gelangen Sie hier zum freien Download der vollständigen GULP Stundensatz-Umfrage 2015.