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ADESW Protestaktion Nr. 2: Klare Forderungen für mehr Rechtssicherheit

19.05.2016
GULP Redaktion – Maria Poursaiadi
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Am 10. Mai 2016 hat sich die Koalition nach monatelangem Streit auf das neue Werkvertragsgesetz geeinigt. Der Gesetzesentwurf droht nun unverändert verabschiedet zu werden und am 1. Januar 2017 in Kraft zu treten.

Um dies zu verhindern, startete die ADESW letzte Woche eine zweite Protestaktion. Schließlich böte das Gesetz auch in seiner „entschärften“ Form keine Rechtssicherheit für selbstständige IT-Freiberufler: Die Beurteilung, ob Selbstständigkeit oder Scheinselbstständigkeit vorliegt, würde weiterhin von diffus formulierten Kriterien abhängig sein.

Was passierte in der zweiten Protestwelle bisher?

Mit der zweiten Kampagne geht die ADESW nochmals medienwirksam und durch direkte Ansprache der Abgeordneten vor. Sie zeigt die Risiken für den Projektmarkt auf und stellt konkrete Forderungen an die beteiligten Politiker. Dazu wurden in den letzten Tagen sogenannte Pledge Cards (Protest-Karten) an alle 630 Bundestagsabgeordneten verschickt.

Daneben fand am vergangenen Mittwoch im Berliner Regierungsviertel eine Aktion mit rollenden Plakatwänden statt, auf denen die Forderungen der Pledge Cards prominent platziert wurden.

Weitere Aktionen und was Sie noch tun können

Neben den bisherigen Aktionen hat die ADESW auch noch ein Brief-Modul eingerichtet, mit dessen Hilfe alle Selbstständigen ihre Abgeordneten persönlich anschreiben können. In nur 2 Minuten können alle Interessierten via www.experten-arbeit-stärken.de einen Brief an die Abgeordneten ihrer Wahl versenden: Einfach die Vorlage mit den Forderungen nutzen, am besten durch eine persönliche Botschaft ergänzen, ausdrucken und per Post oder per Mail verschicken. In der vergangenen Woche wurden bereits 2.389 Schreiben über das Mail-Modul erzeugt. (Was steht in dem Brief?)

Die Pledge Cards (auch auf der Kampagnenwebseite zu finden) sollen weiterhin unter die Leute gebraucht werden. In nur 1 Minute können die Motivkarten mit befreundeten oder bekannten Selbstständigen in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Über den Hashtag #ExpertenArbeitStärken können alle Interessierten Flagge zeigen.

Wie gesehen, trommelt die ADESW weiter für mehr Rechtssicherheit im Projektmarkt. Und auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt so scheint, als wäre das letzte Wort gesprochen, darf nicht vergessen werden: Das Gesetz wurde noch nicht verabschiedet. Jeder Bürger darf gegen jedes bestehende Gesetz seine Stimme erheben. 

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