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Flexible Arbeitsmodelle erfolgreich integrieren
© Unsplash / raj-rana

New Work nach Corona – was bleibt?

Wie wird sich unsere Arbeitswelt nach der Pandemie verändern und was bleibt?

13.07.2021
GULP – Redaktion
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Es gibt nur wenige Themen, die so kontrovers und branchenübergreifend diskutiert wurden, wie dieses: Wie geht es nach der Pandemie weiter? Bleibt unsere neu gewonnene Home Office-Flexibilität erhalten oder geht es zurück in den fünftägigen Bürobetrieb? Gerade letzteres scheint für viele nur noch schwer vorstellbar.

Flexible Arbeitsmodelle sind auf dem Vormarsch

Die Corona-Pandemie hat es geschafft, das Home Office salonfähig zu machen. Die vielen positiven Erfahrungen aus den letzten 1,5 Jahren haben selbst konservative “Pro-Anwesenheitspflicht-Hardliner”, zumindest teilweise, von diesem Konzept überzeugen können. Das bestätigten auch zahlreiche Umfragen zu diesem Thema, laut denen ein Großteil der Führungskräfte gewillt ist, auch in Zukunft flexiblere Arbeitsmodelle permanent anzubieten.

Doch Remote Work ist keine Universallösung, die Büros in die Belanglosigkeit verbannt! Denn so positiv die Resonanz auch ist, gibt es durchaus negative Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Da wären die Mitarbeitenden mit Familien, die während er Lockdown-Schulschließungen neben ihrer Arbeit den unfreiwilligen Nebenjob des Lehrers ausführen mussten. Darüber hinaus verfügt nicht jede Wohnung über ein Arbeitszimmer. Viele Arbeitnehmende befürchten auch, dass sie unter den mangelnden sozialen Kontakten leiden könnten. Das kann einerseits zu einer psychischen Belastung werden. Andererseits fürchten einige, vom Unternehmen nicht wahrgenommen und gegenüber Kollegen, die vor Ort präsent sind, benachteiligt zu werden. Betrachtet man nun beide Seiten in der Home Office Diskussion, kann sich daraus nur eine logische Schlussfolgerung ableiten:

Hybride Arbeitsformen sind die Zukunft!

Aber so einfach, wie das auf dem Papier klingt, wird es wohl nicht werden. Das zeigten zuletzt die großen Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley: Facebook verspricht seiner Belegschaft, auch nach der Pandemie flexibel von zu Hause aus arbeiten zu können und wird dafür gefeiert. Apple hat hingegen mit seiner Aussage, man wolle wenigstens an drei Tagen die Woche eine Büropflicht einführen, einen sattelfesten Protest der Belegschaft angezettelt. Diese möchte selbst entscheiden, wann sie ins Büro geht und wann nicht. Exakt dieses Bedürfnis hat hierzulande beispielsweise SAP verstanden, wo es der Belegschaft freigestellt ist, wann sie ins Büro kommt.

Wie wird New Work im deutschen Mittelstand umgesetzt?

Alle drei Beispiele handeln von weltweit agierenden Konzernen, doch die Frage, die sich stellt und wohl mehr Menschen interessiert ist, wie New Work hierzulande bei KMUs und mittelständischen Firmen umgesetzt wird. Denn gerade hier müssen erst einmal Konzepte erarbeitet sowie die passende Infrastruktur etabliert werden. Für die Mitarbeitenden wiederum gibt es die Herausforderung, sich auf die veränderten Arbeitsformen und Technologien einzustellen.

Grundvoraussetzung: Digitalisierung

Die erste Hürde, die es zum Thema New Work zu bewältigen gilt, ist und bleibt die Digitalisierung. Denn nur mit modernen Kollaborations- und Kommunikationswegen kann der Wandel gelingen, den die Corona-Krise angestoßen hat. Das Büro der Zukunft soll ein Ort der kreativen Zusammenarbeit und des sozialen Austauschs sein. Dafür müssen jedoch erst alte Strukturen, zum Beispiel feste Arbeitsplätze für jeden Mitarbeitenden, aufgebrochen werden.

Große, einladende Gemeinschaftsbüros werden sich ebenso durchsetzen, wie Desk-Sharing und Thinktanks, also Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten oder ungestörte Meetings. Doch damit die Zuteilung dieser geteilten Plätze nicht im absoluten Chaos endet, benötigt es eine intelligente Raumbuchungssoftware, über die man remote seinen Arbeitsplatz buchen kann. Direkt im Eingangsbereich werden dann die freien Plätze über eine Digital Signage Anwendung anzeigt. Im Zuge dieser Veränderung ist auch das papierlose Büro keine Utopie mehr, doch auch hierfür muss erst einmal eine entsprechende digitale Infrastruktur etabliert werden.

Die Akzeptanz der Mitarbeitenden ist essenziell

Bei all den Veränderungen, die die Implementierung moderner Technologien mit sich bringen, darf ein entscheidender Faktor nicht außer Acht gelassen werden: Die Akzeptanz der Mitarbeitenden! Denn egal wie modern eine Anwendung, wie sicher die Firewalls eines Unternehmens oder wie smart die Raumbuchungssoftware letztlich ist, wird all das immer noch von Menschen bedient. Sind diese nicht überzeugt oder gar überfordert von diesen neuen Arbeitsweisen, kann der Nutzen der Investition enorm geschmälert werden. Es empfiehlt sich daher, die Belegschaft von Beginn an mit in die Entwicklung neuer Konzepte einzubeziehen und diese nicht “von oben herab” zu diktieren. Wie das Apple-Beispiel zeigt, kann sich ein solches Diktat sehr negativ auf die Akzeptanz auswirken.

Die Herausforderungen bewältigen

Um die “Mission New Work” erfolgreich zu meistern stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen. Gerade IT-Abteilungen werden kurzfristig mit Projektarbeiten an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen, denn ein papierloses Büro ist nicht von heute auf morgen aufgesetzt. Denn dabei geht es um weit mehr als Papierdokumente zu scannen. Die digitalen Folgeprozesse müssen intelligent miteinander vernetzt sein. Ebenso gilt es, die Mitarbeitenden bei der Einrichtung ihrer Home Office-Plätze zu unterstützen, damit diese sicher und effizient ihrer Arbeit nachgehen können. Hier zeigt sich die nächste Herausforderung: Mit zunehmenden Remote-Arbeitsplätzen steigen die Anfragen im Service Desk exponentiell! In Summe müssen IT-Abteilungen einerseits temporäre Arbeitsspitzen abfedern und gleichzeitig mit einem täglichen Mehraufwand zurechtkommen. Doch auch ein weiterer Bereich wird mit der Umstellung auf neue Arbeitsweisen alle Hände voll zu tun bekommen: Die Personalabteilungen, bzw. das Change-Management.

Da die Akzeptanz der Mitarbeiter:innen ein entscheidender Faktor ist, ob neue Arbeitsweisen erfolgreich sind oder nicht, muss diese aktiv gefördert werden. Egal ob es um die Einführung neuer Systeme oder den Umzug ins Home Office geht, geben Sie Ihren Mitarbeitenden Unterstützung an die Hand. Dies kann in Form von Workshops oder regelmäßigen Feedback-Runden organisiert werden, womit den Mitarbeitenden ein Gefühl der Zugehörigkeit aber auch der Wertschätzung generiert wird.

Abteilungen entlasten und unterstützen

Es kommt viel Arbeit auf Unternehmen zu, wenn diese auf zukunftsfähige Arbeitsweisen setzen möchten. Doch gerade IT-Abteilungen und das Change-Management stoßen bei groß angelegten Projekten häufig an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Eine ideale Möglichkeit, diese gezielt zu unterstützen, bietet die strategische Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Personalberater wie GULP. Unsere branchenspezifischen Teams beraten Sie bereits vor Beginn eines Projekts umfassend über die Möglichkeiten, wie sie mithilfe von externen Spezialisten schnell und effizient die gesteckten Ziele erreichen können – individuell und maßgeschneidert!

 

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