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Wenn Stundensätze steigen und Gewinne stagnieren

GULP Freelancer Studie – Teil 1: Stundensätze und Finanzielles

20.10.2016
GULP Redaktion – Maria Poursaiadi
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Mit 1.291 Umfrageteilnehmern ist die seit Jahren etablierte GULP Freelancer Studie (ehemals „Die große GULP Stundensatz-Umfrage“) ein zuverlässiger Gradmesser für den IT- und Engineering-Freiberuflermarkt im deutschsprachigen Raum.

Die Studie erscheint in drei Ausgaben. In diesem Artikel berichten wir über den aktuellen ersten Teil, der sich mit den Stundensätzen und finanziellen Aspekten der Freiberufler auseinandersetzt. Die anderen beiden Ausgaben werden im November und Dezember dieses Jahres erscheinen.

Was verdienen Freelancer?

Die Frage aller Fragen für Freelancer sowie Kunden: Wie hoch ist der durchschnittliche Stundensatz? Unsere Umfrageteilnehmer sollten den Nettobetrag ohne Mehrwertsteuer benennen, den sie im aktuellen oder im letzten Projekt erzielten. Durchschnittlich berechneten unsere befragten IT- und Engineering-Freelancer einen All-inclusive-Stundensatz (= in Euro, inklusive Spesen und Reisekosten, ohne MwSt.) von 83,48 Euro. Dieser Wert liegt um 2,98 Euro höher als im Vorjahr.

Interessant ist die Verteilung der Stundensatzhöhen. Gerade einmal ein knappes Viertel (23,8 Prozent) aller Befragten liegt unterhalb der 70-Euro-Grenze. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 6,9 Prozentpunkte weniger und zum Jahr 2014 geht die Schere sogar noch weiter auf: Damals lag der Anteil der Freelancer, die unter 70 Euro verdienten, bei 33,1 Prozent (ein Unterschied von 9,3 Prozentpunkten gegenüber diesem Jahr).

Höhere Stundensätze – bleibt auch mehr hängen?

Höhere Stundensätze können bei gleicher Projektauslastung der Freiberufler zunächst einmal mehr Umsatz bedeuten. Und in der Tat ist auch der durchschnittliche Bruttoumsatz unserer IT- und Engineering-Freelancer im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Inklusive Spesen und Reisekosten und unter Ausschluss der Mehrwertsteuer kamen alle Umfrageteilnehmer auf einen Durchschnittsumsatz von 139.087 Euro. Dies stellt einen Anstieg um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar – damals lag der Durchschnittwert bei 125.541 Euro.

Demgegenüber steht der Bruttogewinn, der die Frage beantworten soll, ob bei dem Mehr an Umsatz auch ein Mehr auf der Hand zurückbleibt. Der durchschnittliche Bruttogewinn liegt in diesem Jahr bei 71.895 Euro. Gegenüber dem Durchschnittsgewinn von 69.328 Euro im Vorjahr ist die Steigerung mit 3,8 Prozent nur marginal. Ganze 7,0 Prozentpunkte bleibt die Gewinnsteigerung also hinter der Umsatzsteigerung zurück.

In diesem Zusammenhang lässt sich vermuten, dass die Kosten für die Selbstständigkeit merklich angestiegen sein müssen. „Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung, Steuerberater, Fort- und Weiterbildungen, Büro, Akquisekosten: Auch Freelancer sind den steigenden Geschäftskosten ausgesetzt und werden auch künftig gezwungen sein, ihre Forderungen den finanziellen Rahmenbedingungen des Marktes anzupassen“, erklärt Stefan Symanek, Leiter Marketing bei GULP.

Zur GULP Freelancer Studie 2016

Zum vierten Mal führt GULP Information Services die GULP Freelancer Studie durch. Sie erscheint als dreiteilige Whitepaper-Reihe zum Download:

In diesem Jahr nahmen insgesamt 1.291 IT- und Engineering-Freelancer aus dem deutschsprachigen Raum teil. Unsere Medienpartner sind: 4freelance, Computerwoche, Crosswater, IT Freelancer Magazin, mediafon und Ralph Günther Blog.

Interessieren Sie sich für die GULP Freelancer Studie?

Weitere interessante Details zu Stundensätzen, Honorarentwicklungen, Kostenabdeckung, Trends zu Stundensatzforderungen und Vieles mehr.

Hier geht’s zum Download des ersten Teils „Stundensätze und Finanzielles“.

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