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Projektakquise: 9 Methoden, sich den Ast abzusägen

Wir haben erfahrene Vertriebsmitarbeiter, die den Bedarf ihrer Kunden kennen wie ihre Westentasche, und Recruiter, die täglich Hunderte Profile ansehen, gefragt: Warum geht bei manchen Freiberuflern die Projektakquise so schwer von der Hand? Oft liegt es nicht an deren Kenntnissen und der Erfahrung. Es ist vor allem die Art und Weise der Profildarstellung und der Umgang mit dem Profil, mit dem mancher Kandidat an dem Ast sägt, der zum Kunden führt. Wir wollen Sie darin unterstützen, nicht unabsichtlich zu sägen, sondern nur dort zu kappen, wo es Ihre Projektakquise veredelt.

1. „Mein Profil aktiviere ich wieder, wenn mein Projekt zu Ende ist.“
Wenn Sie so denken, kann Ihr Profil nicht für Sie arbeiten. Denn nur ein aktiviertes Profil ist für Suchende auffindbar. Egal ob Recruiter von GULP oder Dritten oder selbstrecherchierende GULP Direkt Endkunden, egal ob direkt auf gulp.de oder via Google: Interessierte möchten Sie auch für zukünftige Projekte unter die Lupe nehmen. Ein gutes, sichtbares Profil füllt also bereits die Akquisepipeline, während Sie noch im Projekt sind – ohne dass Sie selbst aktiv werden müssten.

 

Tipp Nr. 1: Profil für alle sichtbar machen

  • …und so von Projektanbietern gefunden werden
  • Ihre Akquisepipeline kann sich so füllen, während Sie noch im laufenden Projekt beschäftigt sind.
  • => Jetzt in Profilverwaltung umstellen auf "aktiviert für den gesamten Projektmarkt" und "anonymisiert öffentlich auffindbar"

 

2. „Ich aktualisiere meine Daten in einem Rutsch – wenn ich alle Details weiß.“
So wird Ihr Profil jedoch in der Zwischenzeit nicht gefunden. Interessenten möchten jedoch möglicherweise schon Ihr Profil begutachten. Was müssen Sie tun, damit Ihr Profil bei Suchen angezeigt wird?

 

Tipp Nr. 2: Kriterien für die Anzeige in der Spezialistensuche (sog. "Hotlist") erfüllen:

=> Jetzt Kriterien überprüfen und sichtbarer werden

 

Lassen Sie die dort genannten Felder auf gar keinen Fall leer, denn es wird generell bei oft danach gefiltert. Wer keinen Eintrag hat, kommt nicht in die Trefferliste. Geben Sie im Zweifelsfall in Ihrem Profil unter „Einsatzort“ alle PLZ-Gebiete an, das Datum des vermuteten Projektendes und eine geschätzte prozentuale Verfügbarkeit. Und aktualisieren Sie dann die Werte lieber häufiger – denn ein zeitnahes Aktualisierungsdatum zeugt von Aktivität, was die Suche mit einem höheren Ranking im Suchergebnis belohnt. Warum? Ähnlich wie Google möchten wir dem Suchenden möglichst relevante, aktuelle, nutzenbringende Suchtreffer bieten. Denn nur wenn er solche findet, beschäftigt er sich weiter damit. Oder klicken Sie etwa bei Google auf offensichtlich veraltete Treffer?

 

3. „Projekte pflegen? Bei meinen Kenntnissen unnötig!“
Sie haben eine Menge Erfahrung, Sie schreiben aber aus Zeitgründen nur Auszüge davon in Ihr Profil? Ihre aktuellen Projekte sind ähnlich zu älteren, daher sparen Sie sich die jüngsten Einträge? Überlegen Sie sich das gut – Projekte eintragen ist wohl die bestmögliche Art, seine Zeit bei der Projektakquise zu verwenden. Egal ob Suchmaschine oder Mensch: Die Projekterfahrung entscheidet, ob Ihr Profil ein (Voll-)Treffer ist oder nicht.

 

Tipp Nr. 3: Projekte sind Trumpf

  • Kein Profil ohne Projekte. Denn bei den Projekten fängt das große Aussortieren an: Recruiter forsten meist nach Ihren Erfahrungen der letzten Jahre. Wer dort gerade die Must-Have Kriterien des aktuell zu besetzenden Projekts nicht vorweisen kann, wird oft herausgefiltert. Tragen Sie Ihr aktuelles Projekt also schon vor Projektende ein, um zeitnah für diese Inhalte gefunden zu werden.
  • Bei jeder Suche auf gulp.de werden die aktuellen Projekte am stärksten gewichtet.
  • Formular vor Freitext: Erfassen Sie Ihre Projekte am besten mit dem Formular, denn Ihre dort eingetragenen Daten können am besten von der GULP Suche erfasst werden.
  • => Jetzt Ihre neuesten Projekte hinzufügen
  • Wichtige Rolle bei riesigem Projekt XY? Kann ja theoretisch jeder behaupten. Beweisen können Sie es mit einer Referenz (Dienst im Rahmen der GULP Membership). Lassen Sie sich Ihre Projekte bestätigen. So runden Sie Ihr professionelles, positives Bild ab und erhalten im Schnitt 3,4 Mal so viele Projektangebote wie Profile ohne Referenzeintrag.
  • => So geht’s: Referenz anfordern

 

4. „In meinen fachlichen Schwerpunkt kommt alles, was ich kann“
Das kommt beim Kunden vermutlich nicht gut an – bzw. Ihr Profil erst gar nicht dort an. Er sucht meist einen Experten für eine spezifische Aufgabe selten einen Generalisten. Der fachliche Schwerpunkt ist Ihre Chance, sich bereits auf den ersten Blick bei den Suchergebnissen hervorzuheben.

 

Tipp Nr. 4: Für was möchten Sie mit Ihrem fachlichen Schwerpunkt wirklich gefunden werden?

  • Schreiben Sie präzise, was Sie können. Nennen Sie jedoch nur die Kompetenzen, mit denen Sie sich in den nächsten Projekten auch gerne weiterhin beschäftigen möchten
  • Verwenden Sie jene Inhalte im Schwerpunkt, wonach Projektanbieter tatsächlich suchen. Übernehmen Sie die Funktionsbezeichnungen und Skillbegriffe, die in den meisten Projektangeboten verwendet werden UND welche Sie interessieren.
  • => Matching nutzen, Projektangebote durchlesen und danach den fachlichen Schwerpunkt anpassen
  • Betreiben Sie kein „Keyword-Buzzing“, denn das ist unnötig: Die neue Suche kennt Synonyme und ähnliche Begriffe zu den Skills, die Sie verwenden. Zudem wirkt das massenhafte Verwenden von ähnlichen Begriffen unprofessionell.

 

5. „Ich kann alles. Das darf man ruhig auch in meinem Profil sehen“
Hier greift die gleiche Logik wie beim fachlichen Schwerpunkt: „Alles“ interessiert die wenigsten – denn sie suchen in den allermeisten Fällen keine Alleskönner, sondern einen Spezialisten, der eine konkrete Aufgabe löst. „Alles“ beinhaltet etwa auch die unwichtigsten Nebenaspekte zu Kompetenzen, die Sie zuletzt vor 15 Jahren gezeigt haben. Falls Sie in mehreren fachlichen Stoßrichtungen gleichzeitig unterwegs sind: Verwässern Sie bitte nicht Ihren Profilfokus, legen Sie besser bis zu drei Profile an – so halten Sie mehrere Trümpfe in der Projektakquise auf die Hand.

 

Tipp Nr. 5: Spezialist schlägt Generalist

  • Achten Sie auf ein stimmiges, griffiges Erscheinungsbild.
  • Fokussieren Sie sich auf die wesentlichen Informationen, gerade zu Ihrer aktuellen Spezialisierung.
  • => Jetzt Ihr Profil schärfen

 

6. „Meinen Stundensatz? Kann ich doch jetzt noch nicht sagen!“
Richtig. Müssen Sie auch nicht – zumindest nicht präzise. Tragen Sie jedoch zumindest eine grobe Hausnummer ein, auch wenn es schwer fällt. Warum? Auch wenn sich das viele Kandidaten anders wünschen und es gute Gründe dagegen gibt: Der Stundensatz ist ein wichtiges Kriterium bei Suchen von Kunden und Recruitern. Die erste Auswahl relevanter Profile muss oft schnell erfolgen. Da bedeutet es Aufwand, den Stundensatz extra nachzufragen. Wer ihn also bereits eingetragen hat, ist im Vorteil.

 

Tipp Nr.6: Stundensatz eintragen

  • Im Profil: Ihren „all exklusive“ Stundensatz
  • => Stundensatz überprüfen
  • Welche Höhe ist realistisch?
  • => GULP Stundensatz Kalkulator nutzen
  • Erst bei der Bewerbung: „all inclusive“-Stundensatz angeben, also inklusive Spesen und Reisekosten.

7. „Meine Weiterbildungen? Wen interessiert das schon?“
Z.B. die GULP Recruiter, wenn es darum geht, wer am besten ins Projekt passt. Dass Sie die elementaren Anforderungen für eine Projektstelle erfüllen, kann man idealerweise an mehreren Stellen in Ihrem Profil sehen. Manchmal ist es jedoch am besten, es zudem nachweisen zu können: Mit handfesten Weiterbildungen und Zertifikaten. Erfassen Sie Ihre Qualifikationen am besten per Formular, damit die Suche diese in Ihrem Sinne bestmöglich zu passenden Anfragen zuordnen kann.

 

Tipp Nr. 7: Weiterbildungen eintragen

  • Nutzen Sie am besten das Formular anstatt dem Freitextfeld „Ausbildungshistorie“. So kann die Suche bestmöglich passende Anfragen zu Ihrem Profil führen.
  • => Aus-/Weiterbildungen und Zertifizierungen erfassen - gerade alle wesentlichen zu Ihren Fokusthemen.

 

8. „Absagen schreiben? Wozu?“
Weil Sie ein Profi sind. Kunde und Recruiter erinnern sich daran, wenn Sie zuverlässig und schnell reagieren.

 

Tipp Nr. 8: Professionell auf Anfragen reagieren

  • Geben Sie Ihre Mobilnummer in den Stammdaten an, um auch bei den häufigen kurzfristigen Anfragen im Rennen zu sein. Kommt es hart auf hart, heißt es: Wer schneller zieht, gewinnt.
  • => Lassen Sie sich Projektangebote auch als SMS schicken.
  • Mit der Kontaktierung des Recruiters beginnt die heiße Phase. Dann heißt es: Professionell kommunizieren. Kunde und Vermittler erinnern sich daran, wenn Sie schnell reagieren und ansonsten zumindest Zwischenbescheide geben. Falls Sie Projektangebote bekommen, die Sie nicht annehmen können/wollen: Sagen Sie diese ab. Bei keiner Antwort kommen Zweifel auf, ob Sie auf die nächste, evtl. passende Projektanfrage, überhaupt reagieren werden.

 

9. Ein Bild? Wen interessiert schon mein Aussehen?
…schließlich sind Sie nicht in der Modebranche. Unterschätzen Sie dennoch nicht die Wirksamkeit eines Bildes. Es rundet das Gesamtbild ab und gibt eine Erinnerungsstütze beim Durchsehen von Bewerbungen. Das ist auch ein Vorteil für zukünftige Projekte: Wenn Sie einmal mit einem Projektanbieter in Kontakt waren, erkennt er Sie wahrscheinlich über Ihr Foto schneller wieder.

 

Tipp Nr. 9: Bild hochladen