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Mit Künstlicher Intelligenz Unternehmen optimieren
© Jungheinrich

Künstliche Intelligenz – 5 Bereiche, die Unternehmen mit der Technologie optimieren

15.02.2019
GULP Redaktion
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Künstliche Intelligenz (KI) wird Arbeitsplätze vernichten – doch nicht die Jobs von IT- Freelancern. Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen misst KI-Projekten die gleiche Bedeutung bei wie Investitionen in Maschinen, Forschung und Entwicklung oder neue Fabrikhallen. Jedes fünfte Unternehmen räumt KI sogar Vorfahrt vor anderen Projekten ein, ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Sopra Steria.

Künstliche Intelligenz optimiert alle Unternehmensbereiche

Das kommt nicht von ungefähr. Deutsche Unternehmen wissen, dass sie dem immer drastischer werdenden Fachkräftemangel nur begegnen können, wenn sie ihre Produktivität durch Digitalisierung und Automatisierung ihrer Prozesse optimieren. Der Umfrage zufolge will jeder zweite Teilnehmer seine Produktion durch die Kombination von KI und Automatisierungstechnik optimieren. Jeder dritte Befragte sieht besonders großes Potenzial in KI- gesteuerten Robotern. Zwei von drei Firmen wollen mit KI ihr Marketing sowie ihre Verwaltung effizienter gestalten. Sieben von zehn Befragten glauben, dass ihnen die Technologie bei ihrem Kundenservice den größten Nutzen bringen wird.

Die Aufholjagd hat gerade erst begonnen

Gelingt es deutschen Unternehmen, KI schnell und klug zu nutzen, könnte das Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2030 um zusätzliche 1,3 Prozent oder insgesamt 430 Milliarden Euro wachsen, hat die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers errechnet. Von diesem Kuchen können sich auf KI spezialisierte Freelancer ein großes Stück abschneiden. Zumal Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge bislang erst jeder vierte Konzern und nur 15 Prozent kleiner und mittelständischer Unternehmen mit KI arbeiten. Der Nachholbedarf ist also gewaltig. In den folgenden fünf Bereichen optimieren Unternehmen schon heute ihre Prozesse mit KI und setzen dabei auf die Unterstützung freier Experten.

Die Aufholjagd hat gerade erst begonnen

In der Produktion wertet KI auf IoT-Plattformen Daten über den Betriebszustand und Verlauf von Fertigungsprozessen aus, die Sensoren in Maschinen und Anlagen gemessen und über das Internet der Dinge übermittelt haben.

Stellen die Algorithmen fest, dass Produktionsprozesse zur Herstellung fehlerhafter Produkte führen, meldet die KI Maschinenführern und Produktionsleitern über Assistenzsysteme, welche Parameter sie wie anpassen müssen. Mangelhafte Erzeugnisse werden so gar nicht erst hergestellt. Das Marktforschungsunternehmen Gartner erwartet daher, dass acht von zehn IoT-Projekte bis 2022 auch eine KI-Komponente umfassen. Bislang ist das nur in einem von zehn Projekten so. Wenn KI den Betrieb von Maschinen überwacht, erkennt sie auch, wann diese gewartet werden müssen und kann Verantwortliche auf anstehende Inspektionsarbeiten oder demnächst erforderliche Reparaturen hinweisen, noch bevor die Maschine ausfällt. Wartungsarbeiten lassen sich dadurch ausführen, wenn dies den Fabrikbetrieb am wenigsten stört.

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Logistik – Autonomes Fahren in der Industrie 4.0

Mit autonomen Fahrzeugen und smarter Lagertechnik revolutionieren Unternehmen den Fluss von Bauteilen, Materialien und Werkzeugen in ihren Fabriken. KI-gesteuerte Flurförderfahrzeuge wissen, was sie wann wohin bringen sollen und errechnen eigenständig die jeweils beste Route. Das verkürzt die Zeit, die sie für ihren Auftrag brauchen, gegenüber heute um bis zu einem Fünftel und steigert die Produktivität der Intralogistik um bis zu zehn Prozent, haben Analysten der Unternehmensberatung McKinsey berechnet. In Lagerhallen platzieren Roboter mit Hilfe von KI Bauteile und Materialien genau so, dass sie schnellst möglich wieder entnommen werden können, wenn sie gebraucht werden. Dazu gleicht KI die Auftragslage des Unternehmens und die Arbeitsstände in der Produktion mit den vorhandenen Lagerkapazitäten ab. Bevor Lieferungen das Werk verlassen, errechnen Algorithmen ausgehend von der vorherrschenden Verkehrslage und eventuellen Staus zudem, auf welchem Weg eine Sendung ihr Ziel am schnellsten erreicht. Disponenten hilft KI in der Logistik zudem, Leerfahrten zu vermeiden.

Personal – Roboter als Recruiter

In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels überfordert die Suche nach Talenten viele Personalabteilungen. KI entlastet sie und sucht in Lebenslauf-Datenbanken und sozialen Netzwerken automatisiert nach geeigneten Mitarbeitern. Gehen Bewerbungen schriftlich ein, sortiert sie diese vor und priorisiert sie danach, welche Kandidaten am besten zum Unternehmen passen. Damit die Telefone der Personalabteilung nicht heiß laufen, beantworten Chatbots Fragen von Arbeitnehmern, die sich um eine Stelle bewerben möchten, oder dies schon getan haben. Smarte Algorithmen helfen Unternehmen auch, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. People- Analytics-Systeme sammeln dazu über Umfragetools und Apps Informationen über die Arbeitsplatzfaktoren, die die Loyalität und Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern beeinflussen. Noch bevor Mitarbeiter über einen Jobwechsel nachdenken, schlagen die Systeme Personalern vor, ob sich ein Kollege am besten mit einer Gehaltserhöhung, einem Weiterbildungs- oder Karriereangebot im Unternehmen halten lässt. People-Analytics- Alorithmen können auch die Qualität der Führungsarbeit von Vorgesetzten beurteilen und Hinweise geben, wie sich diese verbessern ließe.

Kundensupport – Bye, bye Warteschleife

„Alle unsere Mitarbeiter sind derzeit im Gespräch. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.“ Dank KI hat dieser Satz ausgedient. Denn Chatbots bearbeiten im Kundenservice heute Standardanfragen. Ist ein Anliegen komplexer, handelt es sich um einen besonders kritischen oder verärgerten Kunden, oder stellt er unvorhergesehene Fragen, übergeben Chatbots an die menschlichen Mitarbeiter, deren Profil am besten zum Anliegen des Anrufers passt. Ihre Kollegen unterstützt KI, indem sie den Inhalt der bereits erfolgten Interaktion mit dem Kunden zusammenfasst und anzeigt. Der Anrufer muss sein Anliegen nicht erneut vortragen. Außerdem sucht KI in Datenbanken nach der besten Lösung für das Problem des Kunden und zeigt diese den Mitarbeitern im Support an. KI-Systeme übernehmen zudem einen Großteil des Schriftverkehrs in der Kundenbetreuung. Da sie Kundenmails und –messages analysieren können, finden sie auch für den Großteil der darin geschilderten Anliegen selbständig die Lösung. Insgesamt können Unternehmen so mit smarten Algorithmen die Kosten für ihren Support erheblich senken. Zugleich steigern sie die Zufriedenheit ihrer Kunden, da sie ihnen endlose Warteschleifen und automatisierte Telefonlabyrinthe ersparen.

Marketing – Streuverluste? Welche Streuverluste?

Marketingabteilungen und -agenturen haben in den vergangenen Jahren riesige Budgets ausgegeben, um Kundendaten zu generieren. Zwei von drei Verantwortlichen können daraus bislang jedoch keine Erkenntnisse ziehen oder Marketingmaßnahmen ableiten. Das gaben die Teilnehmer einer Umfrage der Agenturgruppe Wunderman an. KI nimmt Marketingabteilungen die Analyse ihrer Daten ab. So können Marketer Kampagnen entwickeln und durchführen, die Kunden mit personalisierten Botschaften auf genau dem Kanal ansprechen, den diese bevorzugen. Im E-Marketing analysieren Algorithmen das Surf- und Kaufverhalten von Nutzern. Daraus leiten sie ab, welchem Kunden sie wann, welches Produkt empfehlen müssen. KI erkennt auch, ob Kunden einen Artikel schon gekauft haben, so dass sie weitere Werbung dafür nervt. Dadurch sinken auch die Kosten für die Kommunikation mit dem einzelnen Kunden. Denn die Algorithmen zeigen auf Webseiten nur Inhalte, die den User wirklich interessieren. Streuverluste gehören der Vergangenheit an. Trotz dieser Potenziale optimieren erst sieben Prozent der Unternehmen ihr Marketing mit KI, ergab eine Studie der SRH Hochschule in Berlin.

Jeder vierte KI-Experte rechnet bis 110 Euro pro Stunde ab

Freie IT-Profis dürfen sich künftig also auf zahlreiche Projektanfragen freuen, wenn sie auf Deep und Machine Learning (ML), Predictive Analytics oder andere KI-Technologien spezialisiert sind. Dabei konnten sie 2018 wie der GULP-Stundensatzkalkulator zeigt durchschnittlich 92 Euro pro Stunde abrechnen. Jeder vierte ML-Experte verlangte sogar zwischen 100 und 110 Euro. Am höchsten lagen die durchschnittlichen Stundensätze mit 106 beziehungsweise 95 Euro in Nordrheinwestfalen sowie Baden-Württemberg. Auf dem dritten Platz folgte der Großraum Hamburg mit 93 Euro pro Stunde.

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