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Aufgaben, Anforderungen und Gehalt von Buchhalter:innen (Debitor/ Kreditor)

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Buchhalter:in (Debitor/ Kreditor): Ein vielfältiger Job mit Perspektiven

Schon die Gesetzgebung sorgt mit ständig neuen Regel- und Gesetzesänderungen dafür, dass ein Buchhalter:in immer genug zu tun bekommt – und sich permanent auf Neues einstellen und in neue Vorgaben einarbeiten muss. Auch wenn der Job von Buchhalter:innen erst einmal nach Routine klingt (und sicher auch manches so ist), ist der Beruf anspruchsvoll, vielfältig und bietet interessante Karriereaussichten. Denn: Zum einen suchen viele Unternehmen qualifizierte Buchhalter:innen, zum anderen lockt immer wieder der Aufstieg als Leiter:in des Rechnungswesens einer Firma.


Apropos Karriere: In der Buchhaltung, auch als Rechnungswesen oder Accounting bezeichnet, haben schon manche Finanzvorstände ihren Anfang genommen. Mit entsprechenden Weiterbildungen und ggf. Studium ist vieles möglich, zumal es die Materie selbst mit sich bringt, dass Weiterbildung ein nahezu täglicher Anspruch an das Aufgabenprofil von Buchhalter:innen ist.


Die Bedeutung der Buchhaltung wächst gerade in Zeiten, in denen der Fokus auf Kostenkontrolle oder -senkung liegt oder Unternehmen sich neu strukturieren müssen. So breit wie das Spektrum an Karrierechancen und Aufgaben von Buchhalter:innen fächern sich folglich auch die Stellenanzeigen für Buchhalter:innen. Im Folgenden zeigen wir die Unterschiede, die es in der Buchhaltung gibt und welche Anforderungsprofile es für welche Buchhalter:innen gibt.

 

"Bei GULP ist der Umgang extrem freundlich und es fühlt sich fast familiär an."

Christian Hauck

"Ohne GULP hätte ich den Job, den ich heute mache, nicht bekommen."

Verena Baier

"Ich finde die Vielfalt an Projekten toll, die GULP mir durch sein großes Kundennetzwerk bieten kann."

Rabih Sleiman

"Die Betreuung im Bewerbungsprozess war hervorragend."

Romy Berger


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Debitor und Kreditor: Aufgaben und Tätigkeitsfeld

Sowohl die Kreditoren- als auch die Debitorenbuchhaltung gehört zu den Aufgaben des Rechnungswesens. Dabei dokumentieren und bearbeiten Buchhalter:innen Geschäftsvorfälle (Kundengeschäfte, Lohnzahlungen, Kredite etc.) nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) und handelsrechtlichen Vorschriften. Je nach Organisation und Größe eines Unternehmens unterscheidet man in getrennte Schwerpunkte wie Debitorenbuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung oder Finanzbuchhaltung.

 

So scheint die Berufsbezeichnung von Buchhalter:innen zunächst als eine konkrete, entpuppt sich jedoch als eine, die sich in viele Schwerpunkte aufteilen lässt. Debitoren:innen und Kreditoren:innen kümmern sich beispielsweise um die Abwicklung aller eingehenden und ausgehenden Rechnungen.

Sie

  • pflegen die Geschäftsbücher mit den anfallenden Daten finanzieller Geschäftsvorfälle und kontrollieren diese
  • dokumentieren, bearbeiten und überwachen die Transaktionen (Zahlungseingänge  und Zahlungsausgänge) von Kunden (Debitorenbuchhaltung) und Lieferanten bzw. Dienstleistern (Kreditorenbuchhaltung); das Mahnwesen gehört selbstverständlich dazu
  • verfassen Steuererklärungen und bei Bedarf Verzollungserklärungen
  • liefern Zahlen und Daten für das Controlling und stellen im Informationen z. B. über die Höhe der ausstehenden Forderungen an Kunden oder die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten für die Geschäftsleitung bereit
  • kennen die einschlägigen Rechtsvorschriften und wenden diese an

In Unternehmen wird die Buchhaltung meist organisiert in:

  • Haupt- oder Bilanzbuchhaltung, in der, je nach Unternehmensgröße und Rechtsform, die Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse nach HGB, IFRS oder z.B. US GAAP erstellt werden
  • Finanzbuchhaltung, unterteilt in Debitorenbuchhaltung und Kreditorenbuchhaltung, wo alle finanziellen Transaktionen dokumentiert und Ein- und Ausgangsrechnungen abgewickelt werden
  • Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, die alle Einkommenszahlungen an Mitarbeiter berechnet und verbucht und die dazugehörigen Abgaben an die Renten- und Sozialversicherung sowie die Krankenkasse berechnet
  • Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, die die Abwicklung aller eingehenden und ausgehenden Rechnungen sicherstellt
  • In produzierenden Unternehmen gibt es häufig eine gesonderte Anlagenbuchhaltung, die sich vor allem mit den Anlagegütern im Unternehmenseigentum, insbesondere Immobilien und Produktionsanlagen befasst
  • In Konzernen zusätzlich das Konzernrechnungswesen, in dem die Intercompany-Buchhaltung und  die Konsolidierung der Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften zum Konzernabschluss vorgenommen werden 

Ausbildung und Karriere – Wie wird man Bilanzbuchhalter:in?

"Buchhalter:in" ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, weshalb sich grundsätzlich jede:r so nennen darf. Allerdings sind vertieftes kaufmännisches Wissen und Kenntnisse im Bilanzrecht, Steuerrecht und Sozialversicherungsrecht unabdingbar.

 

Der klassische Weg zum/zur Buchhalter:in führt über eine Ausbildung als Steuerfachangestellte:r oder eine kaufmännische Ausbildung mit IHK-Prüfung z. B. als Industriekaufmann/-frau oder Bürokaufmann/-frau. Beide Ausbildungen erlauben es, bereits Erfahrungen in der Buchhaltung zu sammeln. Danach bieten Industrie- und Handelskammern, viele private Institute und einige Volkshochschulen Fortbildungen an, die auf die IHK-Prüfung samt Zertifikat "Geprüfter Buchhalter" vorbereiten. Als Zusatzqualifikation ist nach einigen Berufsjahren die Prüfung zum "Bilanzbuchhalter (IHK)" möglich.

 

Natürlich ist auch ein Einstieg über ein Studium mit Schwerpunkten wie Accounting, Rechnungswesen oder Controlling möglich. Häufig führt der Berufsweg in diesem Fall nach dem Studium über eine Tätigkeit als Steuerberatungs- oder Wirtschaftsprüfungsassistent in das Konzernrechnungswesen eines Unternehmens.

Aufgaben und Kenntnisse von Bilanzbuchhalter:innen

Die Praxis zeigt eine Unterscheidung der Buchhalteraufgaben nach Tätigkeit

  • ​in kleineren Firmen, wo Generalist:innen als Alleinbuchhalter:innen oder Finanzbuchhalter:innen das gesamte Aufgabenspektrum der Buchhaltung zu bewältigen haben,
  • in größeren Unternehmen, wo die Buchhaltung in differenzierte Rollen als Konzernbuchhalter:in, Haupt- oder Bilanzbuchhalter:in, Debitoren- oder Kreditorenbuchhalter:in mit vielfältigen und differenzierten Aufgaben aufgeteilt ist, nicht selten mit internationalem Bezug,

  • als selbstständige:r Buchhalter:in, die vor allem projektbezogen für größere Unternehmen oder für Kleinunternehmen und Freiberufler:innen arbeiten.

Die Kernaufgaben von Bilanzbuchhalter:innen ist die Erfassung sämtlicher Geschäftsvorfälle eines Unternehmens.
Dazu müssen sie u. a. 
 

  • vertiefte Kenntnisse über vielfältige Rechtsvorschriften z. B. aus dem Steuerecht-, Bilanz- oder Handelsrecht besitzen
  • die debitorischen und kreditorischen Buchungen vornehmen
  • das Mahnwesen bearbeiten und die Rechnungsprüfung vornehmen
  • Steuererklärungen und Lohnabrechnungen erstellen
  • mit zuständigen Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen und dem Finanzamt eng zusammenarbeiten
  • den Jahresabschluss nach Handelsgesetz und Steuergesetz vorbereiten oder je nach Funktion selbst erstellen


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Buchhalter:in Gehalt – Welche Vergütung erwartet mich bei dem Job als Buchhalter:in?

Welches Gehalt ein:e Buchhalter:in bekommt hängt letztendlich von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt der Bereich in dem Buchhalter:innen tätig sind eine wichtige Rolle. Hier wird wie bereits erwähnt unterschieden zwischen Kreditorenbuchhaltung, Debitorenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Gehaltsbuchhaltung und Anlagenbuchhaltung. Darüber hinaus spielen auch Faktoren wie die Größe des Unternehmens, der Standort, die Erfahrung von Buchhalter:innen oder deren Position in der Firma eine wichtige Rolle. Um jedoch einen Orientierungs-Rahmen geben zu können, in welchem das Gehalt von Buchhalter:innen liegt haben wir im folgenden die Durchschnittsgehälter aufgeführt.

 

Das Durchschnittsgehalt von Finanzbuchhalter:innen liegt bei 3.650 Euro monatlich, wobei die untere Lohngrenze bei etwa 3.100 Euro und die obere Lohngrenze bei etwa 4.100 Euro liegt. Zu diesen Durchschnittswerten muss jedoch angemerkt werden, dass das Gehalt durch absolvierte Fortbildungen in der Buchhaltung und daraus resultierende höhere Qualifizierung schnell zu Lohnerhöhungen führen kann. Zudem gibt es ein starkes Gefälle beim Gehalt von Buchhaltern:innen mit und ohne Tarifbindung. So verdienen Buchhalter:innen in Unternehmen mit Tarifbindung durchschnittlich 25% mehr wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Betrieben ohne Tarifbindung.
(Quellen: https://www.lohnspiegel.de/buchhalter-innen-13916.htm sowie https://www.absolventa.de/jobs/channel/buchhaltung/thema/gehalt)

 

FAQs

Was sind die Aufgaben von Buchhalter:innen?

Die Aufgaben von Buchhalter:innen können sich stark unterscheiden, je nachdem in welchem Bereich sie tätig sind. So kümmern sich Debitoren:innen beispielsweise primär um das Forderungsmanagement eines Unternehmens, also die Rechnungserstellung, Kontierung und Buchung von Zahlungseingängen oder das Mahnwesen. Kreditor:innen hingegen kümmern sich vor allem um eingehende Rechnungen und deren Verwaltung. Darüber hinaus gibt es je nach Größe des Unternehmens noch weitere buchhalterische Abteilungen wie die Lohnbuchhaltung, die Anlagenbuchhaltung oder die Bilanzbuchhaltung.

Wie werde ich Buchhalter:in?

Um Buchhalter:in zu werden muss man ein grundlegendes Verständnis über betriebswirtschaftliche Abläufe besitzen. Die Berufsbezeichnung "Buchhalter:in" ist nicht geschützt, wodurch sich theoretisch jede:r Buchhalter:in nennen könnte. Um aber in einem Unternehmen in einem buchhalterischen Beruf angestellt zu werden, verlangen die meisten Arbeitgeber eine kaufmännische oder vergleichbare Ausbildung oder ein Studium in einem wirtschaftlichen bzw. finanzwissenschaftlichen Bereich.

Wie viel verdient ein:e Buchhalter:in?

Buchhalter:innen verdienen monatlich im deutschen Durchschnitt 3.650 Euro, wobei hier die untere Lohngrenze bei 3.100 und die obere Lohngrenze bei 4.100 Euro liegt. Dieses Durchschnittsgehalt ist jedoch nicht repräsentativ für einzelne Buchhaltung Bereiche, da es innerhalb der Buchhaltung große Unterschiede im Gehalt gibt. Auch die genaue Position und die Erfahrung spielt hierbei eine wichtige Rolle.